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Von Rom aus auf die Erde blicken

Astronaut steht seit jeher ziemlich weit oben in den Berufswunsch-Hitparaden. Doch um die Erde von oben zu sehen, muss man nicht zwangsläufig den Weg ins All antreten. Denn in den Raumfahrtbehörden arbeiten schließlich viele Mitarbeiter, die auf dem Boden bleiben. Solche Fernerkundungsspezialisten werden auch an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgebildet. Und das mit großem Erfolg. Bereits zum zweiten Mal ist jetzt eine Absolventin des Masterstudiengangs „Geoinformatik“ der Universität Jena in das German Trainee Programm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aufgenommen worden.

Anica Huck arbeitet mit diesem Stipendium für ein Jahr bei der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA in Rom. Dort eröffnen sich für die Nachwuchswissenschaftlerin hervorragende Qualifizierungs-, Einstiegs- und Karrierechancen. „Ich freue mich sehr darüber“, sagt Prof. Dr. Christiane Schmullius. „Schließlich bestätigt sich, dass wir unsere Absolventen mit exzellenten Voraussetzungen ins Berufsleben entlassen“, so die Lehrstuhlinhaberin für Fernerkundung, die Anica Huck betreut hat.

Allerdings war der Weg zum Stipendium kompliziert, befand sich doch Huck gerade im sibirischen Krasnojarsk, als sie die Einladung zum Vorstellungsgespräch erreichte. Spontan reiste sie zurück nach Deutschland, um sich mit DLR-Vertretern zu treffen. „Das zweite Interview verlief auch unter katastrophalen Bedingungen“, erzählt die Absolventin der Universität Jena. „Diesmal war ich in Usbekistan und musste mich mit meinen Betreuern über Skype unterhalten, während ständig die Leitung zusammenbrach.“ Auf das Ergebnis habe das aber glücklicherweise keinen Einfluss gehabt.

Anica Huck erarbeitet während ihrer Zeit in Rom das Konzept für eine Homepage, die die Rolle der Erdbeobachtung bei aktuellen Problemen hervorhebt. Hierzu zählen beispielsweise Themen wie die Kartierung von potenziellen Malariagebieten, Ölverschmutzung der Meere und Wassermanagement in trockenen Gebieten.

„Es ist für mich eine spannende Herausforderung, aktuelle Forschung allgemeinverständlich zu vermitteln, um damit zu erklären, was die Fernerkundung kann und will“, sagt Anica Huck. „Und ganz nebenbei lerne ich durch das Projekt die verschiedenen Abteilungen der ESA kennen.“ Sogar einen Raketenstart habe sie schon miterlebt – allerdings in der Liveübertragung. Und natürlich gebe es auch noch ein Leben neben der Arbeit. So entstünden in diesem internationalen Umfeld viele neue Bekanntschaften, mit denen man Rom und seine schöne Umgebung erkunden könne.

Diese Umgebung und die Tätigkeit bei der ESA genossen hat auch bereits Andreas Vollrath. Er begann als erster Trainee der Friedrich-Schiller-Universität im Programm der DLR ebenfalls vor zwei Jahren in Rom – auch als Absolvent des Masterstudiengangs „Geoinformatik“ der Universität Jena.


Anica Huck und Andreas Vollrath bei der Europäischen Raumfahrtbehörde in Rom.

(jenanews.de)
Foto: privat
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