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Tuberkulose-Diagnose mit ZEISS Mikroskop

Ein spezielles Mikroskop zur verbesserten Diagnose von Tuberkulose hat Carl Zeiss gemeinsam mit der Foundation for Innovative New Diagnostics (FIND) entwickelt.

Im Vergleich zur herkömmlichen mikroskopischen Tuberkulose-Diagnostik mittels Ziehl-Neelsen-Färbung erlaubt dieses Fluoreszenzmikroskop des Typs Primo Star iLED eine viermal schnellere Diagnostik mit einer um zehn Prozent verbesserten Sensitivität. Die Markteinführung dieses Fluoreszenzmikroskops ist für Oktober geplant. Das Besondere an den Mikroskopen ist die energiesparende LED-Beleuchtung, die auf die Bedingungen in den betreffenden Ländern angepasst ist.

 

In Zusammenarbeit mit FIND wird Carl Zeiss das Primo Star iLED zu einem reduzierten Preis an Entwick-lungsländer abgeben. Dazu gehören momentan 24 Länder, die von der Welthandelsorganisation (WTO) definiert sind. Die schweizerische Stiftung FIND hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheit der Bevölkerung in Entwicklungsländern zu erhalten. Die Non-Profit-Organisation bekämpft die Ausbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten, indem sie weltweit diagnostische Produkte sponsert und deren Entwicklung mitfinanziert. Zu den ansteckenden Krankheiten gehört die Tuberkulose (TB), die hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel beim Husten, übertragen wird. Tuberkulose steht heute in der Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten neben HIV/Aids und Malaria erneut an vorderster Stelle.

Aufgrund der Entwicklung multi-resistenter Stämme und der Koinfektion mit HIV/Aids wird TB nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den nächsten zehn Jahren weltweit rund 30 Millionen Menschenleben fordern. Bereits heute ist jeder dritte Mensch mit dem Tuberkulose-Erreger infiziert. „Die spezielle Lösung zur Diagnose von Tuberkulose ist Bestandteil unserer Gesamtstrategie, den Weltmärkten LED-basierte Fluoreszenzlösungen sowohl für die Forschung als auch für Routineapplikationen zur Verfügung zu stellen. Wir sind natürlich stolz darauf, einen Beitrag zum weltweiten Kampf gegen Tuberkulose zu leisten", erklärt Dr. Bernhard Ohnesorge, der Leiter des Geschäftsbereichs BioSciences bei Carl Zeiss.

Der 24. März ist Welt-Tuberkulose-Tag. Er erinnert an den 24. März 1882, an dem Robert Koch mit Hilfe von Mikroskopen von Carl Zeiss seine bahnbrechende Erforschung des Tuberkulose-Erregers bekannt gab. Erst die Entdeckung des Mycobacterium tuberculosis durch Robert Koch, der in Göttingen studierte, machte eine Behandlung der tödlichen Infektionskrankheit möglich, an der damals in Europa und Amerika nahezu jeder siebte Mensch gestorben ist.

(jenanews.de)


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