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TÜV-Sicherheitsreport 2010

TÜV Thüringen veröffentlicht Mängelstatistik an Fahrzeugen und technischen Anlagen. Mängelquote der Kraftfahrzeuge in Thüringen gesunken. Abwrackprämie hat noch keine Auswirkung auf das Ergebnis.


Erstmalig präsentiert der TÜV Thüringen einen Sicherheitsreport, der sowohl die Prüfergebnisse der Hauptuntersuchung an Kraftfahrzeugen enthält als auch die Auswertung der Prüfungen an technischen Anlagen in Industrie und Gebäudetechnik.

Werden die Mängel bei den Hauptuntersuchungen von Fahrzeugen statistisch seit Jahren bundesweit akribisch ausgewertet, gab es dagegen bisher keine adäquaten Veröffentlichungen für so genannte überwachungsbedürftige Anlagen. Das sind technische Anlagen, von denen potenzielle Gefahren für Menschen, Umwelt und Sachwerte ausgehen. Hierzu zählen Aufzugsanlagen, drucktechnische Anlagen wie Dampfkessel, Druckbehälter und Rohrleitungen sowie Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen und Lageranlagen für brennbare Flüssigkeiten.

Sicherheitsreport/Fahrzeuge:
Der technische Zustand der Kraftfahrzeuge in Thüringen hat sich verbessert. Die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln, die im ersten Anlauf die Hauptuntersuchung nicht bestehen, ist mit 16,1 Prozent gegenüber 16,9 Prozent im Jahr 2008 rückläufig. Trotzdem sind 45,2 Prozent der durch den TÜV Thüringen geprüften Fahrzeuge mängelbehaftet. Die häufigsten Mängel wurden 2009 erneut an den Bremsanlagen (22,9 Prozent) festgestellt, gefolgt von Mängeln an lichttechnischen Anlagen (19,4 Prozent), Rädern und Bereifung sowie Fahrwerk (16,4 Prozent), Umweltbelastung (14,8 Prozent) sowie Mängeln an Fahrgestell und Rahmen (13,3 Prozent).

Das durchschnittliche Alter der vom TÜV Thüringen geprüften Kraftfahrzeuge betrug 2009 10,0 Jahre gegenüber 9,9 Jahren 2008. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist dies nur ein geringer Anstieg.

Der Effekt des geringeren Anstiegs des Altersdurchschnitts ist jedoch nicht durch die so genannte Abwrackprämie im Jahr 2009 bedingt. Er rührt vielmehr daher, dass die Zahl der 3-jährgen Fahrzeuge gegenüber 2008 zugenommen hat. 2006 hatten viele Autofahrer den Neuwagenkauf aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung 2007 vorgezogen. Diese Fahrzeuge kamen 2009 erstmalig zur Hauptuntersuchung. In der Regel haben die 3-Jährigen weniger Mängel als ältere Fahrzeuge. Das hat auch einen unmittelbaren Einfluss auf die Mängelstatistik der vom TÜV Thüringen geprüften Fahrzeuge.

Diese Tendenz hat nach Expertenmeinung eine positive Auswirkung auf die Verkehrssicherheit. Sie spiegelt sich auch in der positiven Entwicklung der Verkehrsunfallstatistik wider. Dennoch werden bei den Hauptuntersuchungen an nahezu jedem zweiten Fahrzeug Mängel aufgedeckt, die behoben werden müssen. Daher leistet die Hauptuntersuchung an Fahrzeugen einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Thüringens Straßen.

 

(jenanews.de)


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