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Thüringen wählt einen neuen Landtag

1,9 Mio Wähler im Freistaat zum Votum aufgerufen – Wahlausgang völlig ungewiss - Wahllokale bis 18:00 Uhr geöffnet.

 


Am heutigen Sonntag sind rund 1,9 Millionen Thüringer aufgerufen, über die Zusammensetzung des neuen Landtages zu entscheiden. Die Wahllokale sind in der Zeit zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr geöffnet. Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der ersten Stimme wählt er einen Direktkandidaten in seinem Wahlkreis. Die zweite Stimme geht an die Landesliste einer Partei oder Vereinigung. Die Zweitstimme entscheidet über die Verteilung der Sitze im neuen Landtag.

Aktuelle Prognose:
CDU: 34,0
LINKE: 24,0
SPD: 19,0
FDP: 8,0
GRÜNE: 6,0

(Quelle: infratest dimap, 21. August 2009)

 

Wer regiert Thüringen nach der Wahl?
Als sicher scheint, dass die bislang allein regierende CDU ihre absolute Mehrheit verlieren wird. So sind für die Regierungsbildung zwei Szenarien denkbar:
1. Die CDU bildet gemeinsam mit der SPD eine große Koalition unter Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) und würde über 53% der Landtagsmandate verfügen . Dazu allerdings müsste SPD-Spitzenkandidat Christoph Matschie seine Opposition zu den Christdemokraten aufgeben, was einen weiteren Vertrauensverlust der Wähler zur SPD zur Folge haben dürfte.
2. Die LINKE übernimmt gemeinsam mit der SPD und den Grünen die Regierungsarbeit; bei Umfragewerten von derzeit 49% müssten jedoch die Grünen noch zulegen, damit dieses Bündnis Realität werden kann. Hinzu kommt, dass LINKE und SPD sich nicht einigen können, wer bei einer solchen Konstellation den Ministerpräsidenten stellt: Matschie (SPD) lehnt einen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) klar ab; ebenso erklären die Grünen ihre Zusammenarbeit in einer rot-rot-grünen Koalition nur unter der Bedingung, dass der Ministerpräsident nicht von den LINKEN gestellt wird. Ramelow äußerte sich in dieser Frage jüngst sinngemäß, dass die stärkste Partei in einem solchen Bündnis das Recht habe, den Regierungschef zu stellen.

Eine schwarz-gelbe Koaltion käme nach den letzten Umfrageergebnissen vom 21. August 2009 nur auf 42% und erhielte nicht die erforderliche Mehrheit.

Ein Regierungsbündnis zwischen CDU, FDP und Grünen läge aktuell bei 48% der Wählerstimmen; allerdings verneinte Grünen-Spitzenkandidatin Astrid Rothe-Beinlich mehrfach eine Zusammenarbeit mit den Christdemokraten.

jenanews.de berichtet am Sonntag ab 18:00 Uhr aus dem Jenaer Rathaus mit ersten Hochrechnungen zum Ausgang der Thüringer Landtagswahl 2009. Darüber hinaus sind Interviews mit den Spitzenpolitikern der Parteien geplant. Im Verlauf des Abends wird jenanews.de von den Wahlpartys der Parteien berichten.

Die Ergebnisse der Thüringer Landtagswahl 2004:
CDU: 43,0
LINKE: 26,1
SPD: 14,5
FDP: 3,6
GRÜNE: 4,5

(Quelle: Statistisches Landesamt Thüringen)

Text: Jens Mende

Foto: © by Bert Gemen, pixelio.de


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