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Restalkohol kann mit Fahrverbot enden

Fünfte Jahreszeit ist keine Ausrede für Fahruntüchtigkeit: Die närrischen Tage verleiten jedes Jahr einige Jecken, sich nach einer ausschweifenden Karnevals- oder Faschingsfeier alkoholisiert hinters Steuer zu setzen.

„Wenn die Party einmal im Gange ist, sind die guten Vorsätze schnell vorbei. Wer weiß, dass er fahren muss, sollte daher gänzlich auf Alkohol verzichten“, rät Dr. Don DeVol, Verkehrspsychologe des TÜV Thüringen. Nach Erfahrung des Experten ist nach Alkoholgenuss eine persönliche Einschätzung der Fahrtüchtigkeit oft schlichtweg nicht möglich. „Trinkverhalten, Anflutungsphase und Ausnüchterungsphase werden in der Regel von den Probanten falsch eingeschätzt, so dass sie auch ihren Promillewert nur schwer oder gar nicht abschätzen können“, so DeVol. Für den Weg zur Faschingsparty und zurück sollten nach Ansicht des Verkehrspsychologen öffentliche Verkehrsmittel oder das Taxi benutzt werden.

Laut Bußgeldkatalog droht ab einem Blutalkoholgehalt von 0,5 Promille ein Fahrverbot bis zu drei Monaten, 500 Euro Bußgeld für Ersttäter. Bei einer Vorstrafe werden 1000 Euro, bei Wiederholungstätern sogar 1500 Euro fällig. Außerdem wandern vier Punkte aufs Flensburger Punktekonto. Ist ein Fahrer mit einem Alkoholpegel von über 1,1 Promille im Blut unterwegs, drohen verschärfte Strafen mit bis zu sieben Punkten im Flensburger Verkehrszentralregister, dem Entzug der Fahrerlaubnis und eine Geldstrafe bis zu 3000 Euro oder Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren. Für Fahranfänger in der Probezeit gilt auch in der Faschingszeit die strikte Einhaltung der Null-Promillegrenze.



Restalkohol wird oftmals unterschätzt. „Auf Faschingspartys kann bei einem verstärkten Trinkverhalten sehr wohl ein Alkoholpegel von über 1,0 Promille aufgebaut werden“, weiß der Verkehrspsychologe DeVol. „Ein gesunder, durchschnittlich schwerer Mann baut pro Stunde ca. 0,1 bis 0,15 Promille Alkohol ab. Bei Frauen liegt der Alkoholabbau etwas unter diesem Wert“, erläutert DeVol. „Das bedeutet, dass nach einem lang ausgedehnten Faschingsgelage durchaus am nächsten Morgen eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit vorliegen und der Blutalkoholspiegel noch über 0,5 Promille liegen kann“, warnt DeVol. Bei einer auffälligen Fahrweise beziehungsweise der Beteiligung an einem Unfall würden bereits 0,3 Promille Blutalkohol für Fahrverbot, Punkte sowie Geldstrafe ausreichen.

(jenanews.de)
Foto: © Reiner Sturm, pixelio.de


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