Freitag, 23 | 10 | 2020 - jenanews.de_2.1 - Gute Nachrichten für Jena.
Banner

Kälteschock für Batterie und Diesel

Hoch Cooper fällt mit Eiseskälte über Europa her. Abschleppdienste haben Hochkonjunktur, reihenweise springen Autos nicht mehr an oder bleiben liegen. Die Experten vom TÜV Thüringen erklären, wie man mit seinem Fahrzeug am besten durch die kalte Jahreszeit kommt.

Temperaturen mit mehr als 15 Grad Celsius unter Null machen nicht nur dem Fahrer schwer zu schaffen, auch der Technik wird jetzt alles abverlangt. Ein gut gewartetes Auto ist da gefragt. TÜV Thüringen Experte Torsten Hesse verrät worauf es bei der Eiseskälte ankommt, um sicher ans Ziel zu kommen. „Vor allem müssen bei diesen Extremtemperaturen ausreichend Frostschutz fürs Kühlsystem und die Scheibenwaschanlage vorhanden sein. Eiskratzer und Schneefeger sowie eine Wolldecke sollten jetzt stets an Bord sein“, so Hesse. Auch ein Türschlossenteiser sollte jeder griffbereit haben.

„Winterreifen sollten jetzt alle Autofahrer aufgezogen haben. Die Wischerblätter dürfen nicht verschlissen sein. Die Scheibenwaschanlage muss mit ausreichend Frostschutz befüllt sein und sollte regelmäßig nachgefüllt werden“, meint der Experte vom TÜV Thüringen. Das sorgt nicht nur für gute Sicht, sondern ist laut StVO auch vorgeschrieben. Wer seine Türdichtgummis nicht ausreichend gut mit Talkum oder Silikonspray gepflegt hat, der könnte am Morgen vor einem versperrten Wagen stehen. Feuchtigkeit, die sich beim Antauen zwischen Türdichtung und Türrahmen oder Scheibe bildet, kann bei extremen Temperaturen derart anfrieren, dass beim Versuch die Autotür zu öffnen, die Dichtung beschädigt oder schlimmstenfalls sich die Tür nicht mehr öffnen lässt.

Wessen Batterie in diesen Tagen schwach auf der Brust ist, der ist schnell auf Hilfe angewiesen. Oftmals hilft dann auch die Starthilfe nicht mehr. Gerade ältere Batterien machen bei extremer Kälte schlapp. Ist die Kapazität der Batterie zu weit unterschritten, steht nur noch eine Neuanschaffung an. Aber auch häufige Kurzstreckenfahrten machen den Batterien das Leben schwer. Die Batterie wird nicht ausreichend nachgeladen und versagt irgendwann ihren Dienst. Der Experte rät, zur Not die Batterie über Nacht oder bei längerem Fahrzeugstillstand auszubauen.

Die Tankstellen haben seit Oktober Winterdiesel an ihren Zapfsäulen. Fällt die Temperatur allerdings unter minus 22 Grad, kann auch Winterdiesel gelieren. Additive können die Kristallisierung des Dieselkraftstoffs verzögern. Das Nachbefüllen aus dem Reservekanister birgt das Risiko, normalen Dieselkraftstoff in den Tank zu bekommen. Oftmals sind auch verunreinigte Dieselfilter der Grund für ein Startproblem. Auf gar keinen Fall sollte man versuchen, Motor, Tank oder Kraftstoffleitung mit Gasbrennern aufzutauen. Auch der altbekannte Trick, kristallisierten Dieselkraftstoff mit einem Schluck Benzin zu verdünnen, ist keine Lösung und schadet modernen Selbstzündern. „In diesem Fall, kann man eigentlich nur warten bis das Fahrzeug wieder aufgetaut ist“, empfiehlt Torsten Hesse. Bei der polaren Kälte ist es ratsam den Tank nie ganz leer zu fahren.

(jenanews.de)
Foto: © Gabi Eder, pixelio.de


Share on Myspace
3
Kälteschock für Batterie und Diesel - In den VZ Netzwerken zeigen
15
Kälteschock für Batterie und Diesel - Ihren XING-Kontakten zeigen
3
Kälteschock für Batterie und Diesel - Bei Wer kennt wen teilen
6
Kälteschock für Batterie und Diesel - Auf Delicious teilen
2
Kälteschock für Batterie und Diesel - auf Jappy teilen
2
PDF
E-Mail


Teilen




 
Start Nachrichtenarchiv Straße & Verkehr Nachrichten Kälteschock für Batterie und Diesel