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Science City bricht die Zelte ab

Der letzte Hering war längst gezogen, nun sind auch Parkett, Korbanlagen und die Leichtbauhalle weg. Science City trennt sich vom sogenannten „Zelt“, der ehemaligen Heimstätte, in der die Thüringer am Fuße des Jenzig vor vier Jahren ihre Erstligaspiele austrugen und auch die ersten ProA-Begegnungen absolvierten.

Zwischen hochsommerlichen Temperaturen, die mitunter an das Klima im Amazonas-Delta erinnerten, bis hin zu einer denkwürdigen Zweitliga-Partie im Winter 2008 gegen Lich, in der Wechselspieler mit dicken Daunen-Jacken die Bank wärmten, bot die Leichtbauhalle neben dem POM Jena das gesamte Spektrum einer gut sortierten Outdoor-Messe.

„Wir haben damals gewissermaßen aus dem Stand Pionierarbeit geleistet und hoffen nun, dass sowohl die Halle, ihre Komponenten, als auch die Erfahrungswerte unserem zukünftigen Liga-Konkurrenten Gotha zu Gute kommen“, kommentiert Science City Geschäftsführer Lars Eberlein den Verkauf des geschnürten Paketes nach Westthüringen. Der Erlös, ein niedriger sechsstelliger Betrag, deckt zwar keinesfalls den Neuanschaffungspreis, lag andererseits aber in einem für alle Beteiligten vertretbaren finanziellen Rahmen. „Der Verkauf der Leichtbauhalle entlastet unsere GmbH finanziell und verbessert die wirtschaftliche Situation des Vereins“, bilanziert Geschäftsführer Lars Eberlein. Während eine weitere Zwischenlagerung der Leichtbauhalle „inklusive Zubehör“ in der Hoffnung auf höhere Einnahmen noch Jahre hätte andauern können, faktisch totes Kapital gebunden hätte und das Material während der Lagerung kaum besser geworden wäre, zogen die Saalestädter nun den Schlussstrich unter das Kapitel „Zelt“. So schlug Science City gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, indem man nicht nur Thüringer Nachbarschaftshilfe leisteten konnte, sondern sich zudem, nicht ganz uneigennützig, vom letzten Überbleibsel einer teuren Ära verabschiedete.

So hilft es primär dem sportlichen Aufsteiger Oettinger Rockets Gotha, um die wichtige ProA-Auflage einer der Liga entsprechenden Spielstätte zu erfüllen. Da die Rockets in der anstehenden Saison aufgrund einer zu geringen Zuschauerkapazität und des fehlenden Parkettbodens nicht mehr in der Halle des Ernestinum-Gymnasiums (nur 560 Zuschauer) antreten dürfen, lag die pragmatische Übergangslösung auf der Hand. Die neue Heimstätte von BiG Gotha bietet zukünftig zwischen 1500 bis 3000 Personen Platz und soll in der Gothaer Kindleber Straße aufgestellt werden. Während BiG Gotha hofft, die neue Halle ab Juni nutzen zu können, wünscht Science City den Gothaern neben den besten Glückwünschen zum Aufstieg in die ProA eine erfolgreiche Zelt-Saison – auszuklammern sind hierbei natürlich die beiden zu erwartenden Derbies.

Text: Tom Prager



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