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Neubarth: „Wir müssen weiterkommen, egal wie!“

Am Sonntag trifft der FC Carl Zeiss Jena in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals auf den 1. FC Gera 03. Was sich zunächst nach einer einfachen Aufgabe anhört – trifft doch der Zweitligist aus Jena auf den gerade in die Oberliga aufgestiegenen Gastgeber Gera – könnte sich schnell als böser Stolperstein herausstellen.

Nicht zum ersten Mal würde ein höherklassiger Favorit bei einem Underdog scheitern. Und wie heißt es doch so treffend? Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Diese These unterstrichen die Geraer unlängst, als sie im Finale des Thüringenpokals den höherklassigen FC Rot-Weiss Erfurt mit 1:0 bezwangen und überraschend in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals einzogen.

 

Jenas Sportdirektor Lutz Lindemann weiß um die Gefahr und schätzt ein: „Die Geraer werden das Spiel des Jahres machen wollen. Mit der Hoffnung auf die Sensation werden die bis zum Umfallen kämpfen.“ Wie also muss der FCC am Sonntag spielen, um erfolgreich zu sein? FCC-Trainer Frank Neubarth: „Wir müssen konzentriert ins Spiel gehen, die Zweikämpfe gewinnen, Druck machen. Wir sind der Favorit und wir haben das bessere Team. Aber das müssen wir am Sonntag in der Partie gegen Gera auch unter Beweis stellen.“ Personell kann Neubarth nicht aus dem Vollen schöpfen. Neuzugang Sami Allagui zog sich einen Anriss des linken Innenmeniskus zu und wurde am Mittwoch in Köln operiert.

Fraglich ist zudem, ob Torsten Ziegner (Infekt), Alexander Maul (Kopfprellung) und Ilia Kandelaki (Muskelverletzung) am Sonntag zum Einsatz kommen können. „Natürlich ist das eine Schwächung für das Team, aber so ergibt sich für die anderen Jungs die Chance, ihre Leistung unter Beweis zu stellen. Schließlich will doch jeder spielen“, sieht der Coach in dieser Situation auch etwas Gutes. Und was ist mit Jan Simak?

„Jan hat keine optimale Saisonvorbereitung gehabt und muss nun intensiver als seine Kollegen trainieren, um den Rückstand aufzuholen. Von daher wird es in den nächsten Wochen bestenfalls für Kurzeinsätze reichen“, umreißt Frank Neubarth die Situation des prominenten Neuzugangs des FC Carl Zeiss Jena. Für den FCC könnte sich der Auftritt in Gera zum Heimspiel gestalten, werden doch um die 8.000 Fans der Blau-Gelb-Weißen im Stadion der Freundschaft erwartet. Da die Bahn keine Sonderzüge einsetzt, werden die Jenaer Fans mit dem eigenen PKW anreisen.

„Fahren Sie mit Ihrem Auto nicht direkt zum Stadion“, rät Lutz Hofmann vom Fanprojekt Jena e.V. „Benutzen Sie den BUGA-Parkplatz an der Leibnizstraße und fahren von dort mit der Straßenbahn zum Stadion.“

 

Wie bereitet Frank Neubarth das Team auf die Aufgabe in Gera vor und wie lässt sich verhindern, dass seine Jungs den Gegner unterschätzen? „Diese Gefahr ist tatsächlich vorhanden, dass einige die Geraer nicht ernst nehmen“, sagt der Ex-Bremer, „aber ich erkläre meinen Spielern, welche Möglichkeiten der Pokalwettbewerb bietet: Da kannst Du in den ersten Runden auf unterklassige Teams treffen, diese durch konzentrierte Arbeit besiegen und dann hast Du Heimspiele gegen Bundesligisten – mit der entsprechenden Kulisse im Rücken und etwas Glück kannst Du dann für eine Sensation sorgen und plötzlich stehst Du im Finale in Berlin...“ Sagt es augenzwinkernd und doch klingt es durchaus ernstgemeint. „Aber dafür müssen wir am Sonntag in Gera weiterkommen, egal wie.“ jenanews.de berichtet am Sonntag ab 14:00 Uhr von der Begegnung 1. FC Gera 03 – FC Carl Zeiss Jena.

Text und Foto: Jens Mende


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