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Jena ist Modellkommune für Forschungsprogramm

In der Stadt Jena stehen in den nächsten Jahren große Entwicklungsvorhaben an: Eichplatz, Inselplatz, Hausbergviertel. Kein Zweifel: Auf Grund der günstigen Entwicklung, die Jena genommen hat, werden dringend zusätzliche Wohnungen benötigt.

Neben den vielen Fragen, die diese Projekte aufwerfen, wie den sinnvollen Nutzungskonzepten, der guten Architektur, der praktikablen Erschließung taucht auch immer dringender die Frage auf, wie wirkt sich die jeweilige Bebauung auf das Klima der Stadt aus – nicht nur aus kurzfristiger Sicht, sondern gerade im Hinblick auf den prognostizierten Klimawandel.

An diesen Fragen arbeitet die Stadt schon seit einiger Zeit und ist deshalb vom Bundesbauministerium als eine unter neun Modellkommunen für das Forschungsprogramm „Urbane Strategien zum Klimawandel“ ausgewählt worden.

Nach der Auftaktveranstaltung im Juni diesen Jahres in Berlin findet nunmehr der erste Querschnittsworkshop aller beteiligten Städte am 25.10.2010 in Jena statt. Jede Kommune bringt sich bei dieser Veranstaltung jeweils in einem der drei Schwerpunktthemen ein. Dies sind zum einen die Berücksichtigung des Klimawandels in laufenden Planungsverfahren, zum anderen die Einbeziehung der zivilgesellschaftlichen Akteure und weiterhin die Entwicklung eines Planungsinstrumentes, mit dem die Auswirkung des Klimawandels auf die verschiedenen Planungsvarianten quantitativ bewertet werden können. Mit der Weiterentwicklung eines solchen Entscheidungsunterstützungssystems beschäftigt sich insbesondere die Stadt Jena mit der lokalen Forschungsassistenz, dem Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz THINK. Das Ministerium hat als Vorlauf ein Informationssystem entwickeln lassen. Dieser Stadtklimalotse ist ein eigenständig anwendbares, akteursbezogenes Beratungsinstrument zur Auswahl von geeigneten Klimaanpassungsmaßnahmen für die kommunale Stadtentwicklung. Er greift auf eine Datenbank mit mehr als 130 Maßnahmen zurück und hilft durch verschiedene Abfragemöglichkeiten, die sinnvollen Maßnahmen für den lokalen Kontext auszuwählen. Wichtig ist dabei die Identifikation von Synergien und Konflikten zwischen einzelnen Maßnahmen.

Der Lotse soll es Städten und Gemeinden ermöglichen, sowohl lokalspezifisch als auch allgemein den Ursachen und Folgen des Klimawandels durch urbane Konzepte begegnen zu können. Mit der lokalen Anpassung in Jena sollen durch den Klimawandel besonders betroffene Gebiete identifiziert werden können, aber auch die Auswirkungen von Großvorhaben auf das Lokalklima abgeschätzt werden. Mit diesem Instrument kann das heutige Bauen so erfolgen, dass es auch den zukünftigen Anforderungen entspricht.

(jenanews.de)
Foto: Jens Mende
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