Montag, 16 | 09 | 2019 - jenanews.de_2.1 - Gute Nachrichten für Jena.
Banner

Griechenland: Keine Denkverbote!

„Es ist noch immer nirgends belastbar dargelegt worden, warum die geordnete Resolvenz eines Staates die EU und die Welt insgesamt zwingend in den Abgrund führt", sagt der Kreisvorsitzende der FDP Jena, Dr. Thomas Nitzsche, und fordert: Keine Denkverbote!

Märkte reagieren auf Tatsachen. Worte beeindrucken – wenn überhaupt – nur kurzfristig. Stimmen die Taten nicht mit den Worten der Politik überein, wird die Politik unglaubwürdig. Das wird sie auch, wenn sie – wie Frau Merkel und Herr Schäuble es aktuell tun – bestimmte Gedankengänge für tabu erklärt. Es ist Ratlosigkeit, ein fehlendes überzeugendes Konzept zur Lösung der Finanzkrise und ein fehlender Wille zur Umsetzung vorgeschlagener Lösungen, die die Finanzmärkte immer wieder auf Talfahrt schicken. Unabhängig davon, ob ein Ausfall der Kredite an Griechenland angedacht wird oder nicht.

„Minister Rösler hat unser Vertrauen, wenn er ausspricht, was auch namhafte Wirtschaftswissenschaftler unter den sichtbaren Lösungsmöglichkeiten als das geringste Übel ansehen.“ erklärt der Kreisvorsitzender der FDP Jena, Dr. Thomas Nitzsche.

„Bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners realisiert sich für die Gläubiger (lies: Banken) das Ausfallrisiko. Dieses war – wie im Fall Griechenland – durch entsprechende Risikoaufschläge eingepreist. Es fehlt eine Begründung, warum die Steuerzahler den Gläubigern dieses Risiko abnehmen sollten.“ so Nitzsche weiter.

Gerade diese bisherige Risikolosigkeit befeuert Spekulanten ja erst, immer größere Geldmengen gegen ganze Volkswirtschaften zu verwetten.

Keiner hat eine offensichtlich überzeugende Lösung. Da darf es keine Denkverbote geben. Wer wie Trittin statt einer Lösung des Sachproblems nur den Rücktritt eines Ministers fordert, disqualifiziert sich selbst. „Ein Sachproblem, das er übrigens mitgeschaffen hat: Rot-Grün unter Kanzler Schröder hat Griechenland trotz gefälschter Zahlen in den Euro-Raum aufgenommen. Rot-Grün hat auch die Stabilitätskriterien des Euro aufgeweicht, in deren Folge Griechenland sich über alle Maßen verschulden konnte.“ erinnert Nitzsche.

Im übrigen wird hier stets und ständig mit diffuser Angst gespielt. „Es ist noch immer nirgends belastbar dargelegt worden, warum die geordnete Resolvenz eines Staates die EU und die Welt insgesamt zwingend in den Abgrund führt. Wiederholt straffes Vortragen allein begründet eine Behauptung eben nicht.“ so der Kreisvorsitzende abschliessend.

(jenanews.de)
Foto: pixelio.de
Share on Myspace
1
Griechenland: Keine Denkverbote! - In den VZ Netzwerken zeigen
0
Griechenland: Keine Denkverbote! - Ihren XING-Kontakten zeigen
0
Griechenland: Keine Denkverbote! - Bei Wer kennt wen teilen
0
Griechenland: Keine Denkverbote! - Auf Delicious teilen
1
Griechenland: Keine Denkverbote! - auf Jappy teilen
0
PDF
E-Mail


Teilen




 
Start Nachrichtenarchiv Politik Nachrichten Griechenland: Keine Denkverbote!