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LINKE Jena kritisiert Razzia bei König

Entschieden lehnt der Stadtvorstand der LINKEN Jena das Agieren von Polizeikräften in den Morgenstunden des 10. August in der Dienstwohnung des Stadtjugendpfarrers Lothar König ab.

Sächsische Einsatzkräfte hatten in einer großangelegten Razzia Computer, Datenträger und das Fahrzeug der Jungen Gemeinde Stadtmitte beschlagnahmt. „Das ist schon harter Tobak: Mit bewaffneten Einheiten reitet die Sächsische Polizei in unserem Freistaat ein und spielt sich in unglaublicher Selbstherrlichkeit auf“, kommentiert Kai Bekos, Vorsitzender der Jenaer LINKEN und selbst bei dem Einsatz vor Ort, den Vorfall. Damit verweist er darauf, dass weder das Thüringer Innenministerium noch die Polizeiinspektion Jena zuvor von den Sachsen informiert worden waren.

Die Jenaer LINKEN sehen in der von der Dresdener Staatsanwaltschaft angeordneten Razzia einen weiteren Versuch, antifaschistisches Engagement zu diskreditieren und kriminalisieren. Einem 57-Jährigen Geistlichen im Zusammenhang mit der erfolgreichen Blockade des Naziaufmarsches vom 19. Februar diesen Jahres in der sächsischen Hauptstadt aufwieglerischen Landfriedensbruch vorzuwerfen sei absurd und beschämend für die Justiz.

Bekos befindet, dass nach dem Datenskandal mit über einer Million erhobenen Datensätzen im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen den Dresdener Naziaufmarsch nun eine weitere Grenze überschritten wurde. Dem Rechtsstaat wurde erneut empfindlich die Kehle zugedrückt. Es sei nicht akzeptabel, wenn durch das Vorgehen von herausragenden Persönlichkeiten des Anti-Nazi-Lagers versucht würde, die ganze Bewegung in Angst zu versetzen um dem braunen Ungeist die Bahn frei zu machen.
Betroffen sei einer, gemeint seien alle, die sich den Nazis in den Weg stellen wollten. „Besonders bedauerlich finde ich, dass man mit Lothar König einen Menschen versucht zum Kriminellen abzustempeln, der schon lange vor der Wende politisch aktiv war und auch zu DDR-Zeiten durch sein Engagement Repressionen ausgesetzt war. Dies pünktlich zum 50. Jahrestag des Mauerbaus zu tun ist eine Schande“, so der Jenaer LINKEN-Vorsitzende abschließend.

Siehe auch: Kommentiert: Wann wird Widerstand zur Pflicht?

(jenanews.de)
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