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Mertes kontert Trittin

„Es ist schon überraschend, mit welcher Überheblichkeit und Arroganz Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sich über Bundesbankpräsident Jens Weidmann äußert“, findet Harald Mertes, Beisitzer im FDP Kreisvorstand Jena.

Der Bundesbankpräsident hatte sich ebenso wie der Präsident der EZB, Jean-Claude Trichet gegen die Eurobonds ausgesprochen. Weidmann hatte seine Sichtweise damit begründet, nichts zerstörte die Anreize für eine solide Haushaltspolitik rascher und dauerhafter als eine gemeinsame Haftung für die Staatsschulden.

Trittin erklärte hingegen: „wir brauchen Eurobonds, damit die Spekulation gegen einzelne Länder aufhören. Eurobonds könnten zwar auch für Deutschland höhere Zinsen bedeuten, aber langfristig sind sie sicherlich billiger. Das muss man den Leuten nur klarmachen.“ Wenn Weidmann gemeinsame Euro-Anleihe als zu teuer ablehne, urteilte Trittin über Weidmann, liege er völlig falsch und setzte die fehlgeleitete Politik der Kanzlerin fort. Höhere Zinsen für Eurobonds müsse man mit den Kosten für die Rettungsschirme gegenrechnen.

„Bundesbankpräsident Weidmann ist promovierter Volkswirt; er arbeitete beim Internationalen Währungsfonds als auch beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Jürgen Trittin studierte Sozialwissenschaften. Er war auch Mitglied des Kommunistischen Bundes“ erinnert Mertes.

Spekulanten braucht man nichts klarzumachen. Rhetorik von Politikern wie Herrn Trittin beeindruckt sie nicht. Solange eine Spekulation Erfolg versprechend ist, wird der Spekulant sie versuchen. Es kommt auf die reale wirtschaftliche Situation Griechenlands, wie auch der anderen Länder an. Wer die Ursachen der Misere nicht angeht, gießt nur weiter Öl in das Feuer der Spekulation.

Es ist, als ob man in der Medizin eine Infektion ausschließlich mit Fieber senkenden Medikamenten behandelt statt mit kausal wirkenden Antibiotika. Natürlich sinkt das Fieber vorübergehend; die Krankheit bleibt.

„Woher weiß Trittin, dass mit den Eurobonds (oder den Rettungsschirmen) hinsichtlich Griechenlands eine definitive Lösung gefunden ist? Es wird schlicht Geld hineingepumpt, ohne dass sich die Strukturen ändern“, stellt Mertes abschließend fest.

(jenanews.de)
Foto: pixelio.de
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