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BürgerEnergie Jena hat 1 Mio Euro Einlagen erreicht

Bürgerbeteiligung gewinnt online und offline an Schwung /  Wie wird die Zukunft der Fernwärmeversorgung unserer Stadt aussehen? 

"Mit der Beitrittserklärung von Rüdiger Trott haben wir die Million erreicht", freut sich Martin Berger, Vorstandsmitglied der BürgerEnergie Jena eG. "Damit haben die Bürgerinnen und Bürger von Jena gezeigt, dass sie dem Unternehmen Stadtwerke vertrauen und bereit sind, sich finanziell zu beteiligen".

Dafür schafft die Genossenschaft BürgerEnergie die Möglichkeit, indem sie die Einlagen ihrer Mitglieder bündelt und Anteile an den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck GmbH kauft. Den Weg dazu hat der Stadtrat am 1.2.2012 mit seiner Zustimmung zum Kaufvertrag frei gemacht.

Rüdiger Trott war bis 2010 in Jena als Notar tätig. "Als informierter Bürger möchte ich mich in die Diskussion und Entscheidungsfindung zur zukünftigen Energieversorgung einbringen", begründet er seinen Beitritt zur Genossenschaft.

Martin Berger sieht darin eine Bestätigung des Ansatzes der Genossenschaft, ein neues Modell der direkten und verantwortungsbewussten Teilhabe aufzubauen. "Für die inhaltlichen Diskussionen haben wir eine neue Online-Plattform aufgebaut", berichtet er. Unter www.buergerenergie-jena.de/wiki ist für die Öffentlichkeit der Lesezugriff und für Mitglieder und angemeldete Interessenten der Genossenschaft das Schreiben von Beiträgen möglich.

Parallel dazu bietet die Genossenschaft öffentliche Veranstaltungen an, wie etwa den BürgerEnergieTreff, der am vergangenen Dienstag stattfand.

Dort war die Zukunft der Fernwärmeversorgung in unserer Stadt Schwerpunkt der Diskussion. Hierzu stand Martin Fürböck, Geschäftsführer der Stadtwerke, Rede und Antwort. In Jena werden 60% des Gesamtwärmebedarf per Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung gedeckt. Die Wärmeversorgung erfolgt dabei aus der Abwärme der Stromerzeugung im Kraftwerk in Winzerla.

Die Nutzung dieses Kraftwerks ist nach 2016 mit der EON vertraglich neu zu regeln. Dabei werden langfristig strategische Weichen gestellt. Während die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien gut vorankommt und sowohl in Jena als auch in Deutschland bereits einen Anteil von 20% ausmacht, beträgt dieser Anteil bei der Wärmeproduktion nur 2% und wächst nur langsam.

In Zukunft wird die Wärmeversorung aus Kraft-Wärme-Kopplung dezentralere Strukturen aufweisen. Die Frage ist nur, wie und wann. Martin Fürböck machte deutlich, dass die Frage, wie das künftige Wärmenetz der Stadt strukturiert sein wird, vor allem eine Frage der Wirtschaftlichkeit ist. Diese hängt von vielen Faktoren ab, wie den Investitionskosten für das auszubauende Gasnetz, dem künftigen Wärmebedarf und dessen zeitlicher Dynamik, den Fortschritten bei der energetischen Altbausanierung und nicht zuletzt der technologischen Entwicklung.

Da diese Fragen eine hohe Bedeutung für die Versorgungssicherheit, die Umweltverträglichkeit, die Wärmepreise und die wirtschaftliche Entwicklung der Jenaer Stadtwerke haben, wird sich die BürgerEnergie Jena eG weiter damit befassen und sich in die Diskussion einbringen.

(jenanews.de)
Foto: Jens Mende
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