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Frisches Trinkwasser ohne Chlor

Wasserwerk Burgau komplett auf UV-Desinfektion umgestellt - Seit Mittwoch fließt bei rund 40.000 Kunden im Jenaer Stadtgebiet mit UV-Licht gereinigtes und damit völlig geruchs- und geschmacksfreies Trinkwasser aus dem Hahn.

Das im vergangenen September im Wasserwerk Burgau installierte „Trinkwasser-Solarium“ löst so die bisherige Chlorierung vollständig ab und übernimmt die Desinfektion des Wassers. „Chlorgeruch oder Chlorgeschmack des Wassers gehören damit der Vergangenheit an“, so Dr. Ines Zaremba von den Stadtwerken Jena-Pößneck. In den Genuss des „chlorfreien“ Trinkwassers kommen die Haushalte in Jena-Nord, in Jena-Zentrum bis Klinikum Bachstraße, Jena-Ost, Ringwiese, Kunitz, Laasan, Zwätzen, Löbstedt, Jenaprießnitz, Wogau sowie in der Gemeinde Großlöbichau mit dem Ortsteil Kleinlöbichau.

Das Wasserwerk Burgau war am 1. September 2009 nach umfangreichen Umbauten zur Verbesserung des Anlagenbetriebs und mit der neu installierten UV-Anlage zur Wasseraufbereitung wieder in Betrieb gegangen. Seitdem wurde die bisherige Chlor-Desinfektion Schritt für Schritt zurückgefahren und nun komplett eingestellt. Dieser Umstellungsprozess wie auch der Probebetrieb im Burgauer Wasserwerk wurden vom Jenaer Gesundheitsamt und der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches kontinuierlich begleitet. Damit die Qualität des Trinkwassers jederzeit gewährleistet bleibt, ist auch zukünftig ein umfangreiches Überwachungsprogramm installiert worden, das alle Bereiche des angeschlossenen Netzes umfasst. Und das, obwohl das im Wasserwerk Burgau behandelte Wasser grundsätzlich von Natur aus sehr rein ist. Es wird aus 17 Tiefbrunnen im Saale- und Rodatal gewonnen – aus bis zu 150 Metern Tiefe. Aus dem Wasserwerk fließen täglich rund 6.000 Kubikmeter Wasser in Richtung Stadt - das sind immerhin ungefähr 40.000 volle Badewannen oder zwei komplette Becken des Jenaer Ostbades.

Das 80.000 Euro teure „Trinkwasser-Solarium“ besteht aus zwei einzelnen Anlagen in Form großer Rohre. Durch diese Rohre fließt das Wasser und wird wiederrum von acht kleineren Röhren 24 Stunden täglich mit ultraviolettem (UV)-Licht bestrahlt. Jede der beiden Anlagen bestrahlt und desinfiziert bis zu 300 Kubikmeter Wasser pro Stunde. Obwohl beide „Solarien“ durchweg in Betrieb sind, kann bei Ausfall einer Anlage die andere ganz allein den gesamten Wasserbedarf von Jenas Innenstadt und der angrenzenden Stadtteile und Gemeinden sicher keimfrei halten.

Die Bestrahlung von Wasser mit UV-Licht ist ein inzwischen bewährtes Prinzip. Seit rund zehn Jahren werden deutschlandweit technische Wasseranlagen in der Größenordnung wie das Wasserwerk Burgau mit UV-Desinfektion ausgerüstet.

(jenanews.de)
Foto: Stadtwerke Jena-Pößneck
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