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Verschmutzern des "Kleinen Ammerbaches" auf der Spur

JenaWasser und die Stadtwerke Jena-Pößneck sind Gewässerverschmutzern des "Kleinen Ammerbaches" auf der Spur. Das sehr kleine Gewässer entspringt unterhalb von Ammerbach und durchquert danach das Wohngebiet Ringwiese unterhalb des Hagebau-Marktes. Als Ursache werden sporadische Schmutzstofffehleinträge in die Regenwasserkanalisation des Gebietes vermutet, die in den kleinen Bach einleitet.

Werner Waschina, Bereichsleiter Abwasser, erklärt: "Im Wohngebiet ´Am Hange´ und angrenzenden Instituten besteht eine Trennkanalisation. Das heißt, dass das Schmutzwasser der Zentralen Kläranlage in Jena-Zwätzen zugeführt wird, während das unverschmutzte Regenwasser ortsnah in den Bach fließt. Ähnliche Trennsysteme gibt es auch in Wohngebieten im Himmelreich, in Wogau, Lobeda und Winzerla sowie in allen Neubaugebieten der Umlandgemeinden. Bei bestimmungsgemäßer Nutzung der Kanalisation führt dies zu keinerlei Problemen." Leider bestehe aber immer wieder die Unsitte, z.B. Wischwasser mit waschaktiven Substanzen in den Straßengully zu entlehren. Oder gar Kraftfahrzeuge auf der Straße zu waschen - laut Satzung der Stadt strengstens verboten. Aber auch andere Schmutzwässer - bei Bautätigkeiten oder beim Abspülen von Maurer- und Malergeräten oder bei Fassadenreinigungen - gelangen so nicht selten in unzulässiger Weise in ein Gewässer. "Bei einem so kleinen Gewässer wie dem ´Kleinen Ammerbach´", so Werner Waschina, "reicht bereits eine Verschlusskappe Reinigungsmittel aus, um den Bach längere Zeit zum Schäumen zu bringen."

Nachdem Anwohner in den letzten Wochen immer wieder Schaumbildungen und Verfärbungen des Bachwassers beobachteten, haben die Mitarbeiter des Bereiches Abwasser der Stadtwerke ihre Kontrollen im Kanalisationsabschnitt verstärkt und kontinuierlich Gewässerproben entnommen. Diese ergaben glücklicherweise keinerlei Gefahr für Mensch oder Umwelt. Dennoch können wiederholte oder größere Fehleinleitungen von Schmutzstoffen schnell zu Gewässerschäden führen.

Deshalb warnt der Stadtwerke-Abwasser-Chef eindringlich davor, Schmutzstoffe in das Regenwassersystem einzuleiten. "Vor allem auch im Interesse einer intakten Umwelt müssen wir unsere unangemeldeten Kontrollen solange fortsetzen, bis die Verursacher der Verschmutzungen gefunden und die Fehleinleitungen eingestellt wurden", so Waschina.

In den nächsten Tagen werden alle Eigentümer der angeschlossenen Grundstücke in Ammerbach und der Ringwiese ein Informationsschreiben bekommen. Denn sollten bei den Kontrollen Fehleinleitungen festgestellt werden, müssen die betreffenden Verursacher mit einem Bußgeldverfahren rechnen. Es kann auch zur Anzeige bei der zuständigen Wasserbehörde wegen Gewässergefährdung und einer entsprechenden Schadenersatzforderung kommen.

Bei Hinweisen oder Rückfragen steht der Bereich Abwasser unter der Rufnummer 688 600 oder rund um die Uhr der Havariedienst der Stadtwerke unter der Rufnummer 688 888 zur Verfügung.

(jenanews.de)
Foto: Jens Mende
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