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TÜV Thüringen warnt vor gefährlichem Spielzeug

Die Experten der Prüfstelle für Gerätesicherheit des TÜV Thüringen raten Verbrauchern beim Kauf von Plüschbär, Spielzeugauto und Co., Wert auf das CE-Zeichen sowie unabhängige Prüfsiegel wie das GS-Zeichen zu legen. Im Gegensatz zum CE-Zeichen steht hinter dem GS-Zeichen eine unabhängige Drittprüfung durch ein akkreditiertes Labor. Mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller selbst die Unbedenklichkeit seiner Produkte. Für den Kunden ist nicht ersichtlich, ob das Produkt auch tatsächlich und wenn ja nach welchen Kriterien geprüft wurde. Die Vergabe eines GS-Zeichen hingegen umfasst umfangreiche Prüfungen nach der jeweils gültigen Norm beziehungsweise. Richtlinie. So werden Spielzeuge mechanischen, wenn erforderlich elektrischen oder bei Plüschtieren Entflammbarkeitstests unterzogen, auch die chemische Prüfung ist Bestandteil der Untersuchung.

Gerade Plüschtiere und Kunststoffspielzeuge können krebserregende oder erbgutverändernde Stoffe wie Phthalate enthalten. In textilen Stoffen, zu denen auch Plüsch von Kuscheltieren zählt, können gefährliche Azofarbstoffe verwendet worden sein. Auf die Einhaltung der Grenzwerte wird bei der GS-Prüfung geachtet. Produkte, die der Prüfung nicht standhalten, bekommen kein GS-Zeichen.

Riecht ein Spielzeug schon unangenehm, ist vom Kauf generell abzuraten. Auch wenn ein günstiger Preis zum Kauf verführen mag, sollte von Spielzeugen, deren Ursprung beziehungsweise Hersteller nicht klar deklariert ist, Abstand genommen werden. Laut Gesetz müsste auf dem Produkt sogar eine postalische Adresse des Herstellers beziehungsweise Inverkehrbringers aufgebracht sein, nur eine Internetadresse reicht nicht. Zur Identifizierbarkeit gehört auch ein Produktname oder eine Artikelnummer auf das Produkt oder die Verpackung.

Seit Mitte des Jahres ist in Deutschland die neue EU-Spielzeugrichtlinie in Kraft. Sie soll die Sicherheit von Spielzeugen und den Schutz der Gesundheit von Kindern erhöhen. Dies gilt allerdings vorerst nur für technische und konstruktive Sicherheitsanforderungen wie mechanische, elektrische oder brandsicherheitsrelevante Eigenschaften der Spielzeuge. Verschärfte Auflagen für chemische Inhaltsstoffe sollen erst ab Mitte 2013 in der EU-Richtlinie Anwendung finden. Umgesetzt wird die Spielzeugrichtlinie in Deutschland mit dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz.

(jenanews.de)
Foto: © BirgitH, pixelio.de
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