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Buntes Markttreiben – ohne frisches Gemüse?

Gute Geschäfte können Unternehmen und Engagierte am 7. November 2011 in der Rathausdiele auf dem 6. Jenaer Marktplatz der Bürgerstiftung Zwischenraum abschließen.

Am 7. November 2011 organisiert die Bürgerstiftung Zwischenraum den 6. Jenaer Marktplatz unter dem Titel „Gute Geschäfte“. In der Rathausdiele können Gemeinnützige und Unternehmen von 17 bis 19 Uhr in einer lockeren, informellen Atmosphäre ins Gespräch kommen, ihren gegenseitigen Bedarf ermitteln und Geschäfte abschließen. Gehandelt werden Know-how, Netzwerke oder Sachwerte. Dem freiwilligen Engagement sind keine Grenzen gesetzt. Geld ist dabei jedoch tabu.

Jena kann seit 2006 als einer der ersten drei Pilot-Standorte des gemeinnützigen Marktplatzes in Deutschland bereits 452 Vereinbarungen zwischen Unternehmen und Engagierten bei fünf erfolgreichen Marktplätzen vorweisen. „Über dieses Ergebnis sind wir mehr als stolz“ berichtet Doris Voll, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Zwischenraum.

Die Marktplatz-Methode hat den Vorteil, dass Engagierte nicht als Bittsteller den Unternehmen gegenüber treten. Für die Unterstützung, welche die Unternehmen erbringen, erhalten sie eine Gegenleistung. Somit entsteht ein angenehmes Geschäft auf Augenhöhe.

Auch Unternehmen profitieren von dem Marktplatz. Die Veranstaltung ermöglicht ihnen, ihr Netzwerk zu erweitern und neue Kontakte zu Politik, anderen Unternehmen und Vereinen zu knüpfen. Als Teilnehmer und mit ihrem aktiven Engagement fördern die Unternehmen nicht nur ihren Bekanntheitsgrad in der Region. Mit der Teilnahme an sozialen Projekten motivieren sie ihre Mitarbeiter. Diese sind nicht selten stolz darauf, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Unternehmen, die sich mit ihren Mitarbeitern zugunsten des Allgemeinwohls engagieren, fördern auf diese Weise häufig die Identifikation ihrer Mitarbeiter mit dem eigenen Betrieb.

Von dem gegenseitigen Geschäft haben die Vereine ebenfalls einen erheblichen Nutzen: Sie stellen fest, dass auch sie den Unternehmen etwas zu bieten haben. Darüber hinaus können sie ihre Projekte durch die Sach- oder Serviceleistungen bzw. durch spezifisches Wissen der Unternehmen verbessern. Mit der professionellen Umsetzung ihrer Projekte steigern sie natürlich nicht nur ihr eigenes Selbstbewusstsein, sondern verbessern auch ihr Ansehen in der Öffentlichkeit. Das motiviert vielleicht den einen oder anderen Mitmenschen zum Mitmachen. Je größer die Mithilfe der Unternehmen ausfällt, desto geringer ist die Abhängigkeit von staatlicher Leistung. Die gemeinnützigen Organisationen erweitern auf diese Weise ihren Frei- und Handlungsspielraum.

Vielleicht ergibt sich aus einem Projekt eine lebenslange Partnerschaft. Nicht selten entdecken Unternehmen und Engagierte einen langfristigen gegenseitigen Bedarf. Die Idee hinter dem Marktplatz ist, dass die Zukunftsfähigkeit einer Region und ihrer Gesellschaft von dem gegenseitigen Engagement – also gemeinnützige Organisationen und Wirtschaftsunternehmen – gestärkt wird.

Interessierte Unternehmen und Vereine, die am 6. Jenaer Marktplatz teilnehmen möchten, können sich noch bis zum 28. Oktober 2011 in der Bürgerstiftung Zwischenraum melden.


Foto der Marktplatz-Veranstaltung 2010: Vertreterinnen des Jenaer Geburtshauses mit Elektromeister Jörg Harz

Text und Foto: Bürgerstiftung Zwischenraum
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