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Wohnraum für Studenten: Es gibt grundsätzlich genügend Platz

Während viele Studenten noch nicht wissen, wo sie zu Semesterbeginn wohnen werden, hat das Studentenwerk Jena eine andere Sicht auf die studentische Wohnungsproblematik: „Es gibt grundsätzlich genügend Platz.“

Wer beabsichtigt, im Wintersemester 2010/11 in Jena mit dem Studium zu beginnen, sollte sich beeilen. Denn nicht nur die Studienzulassung oder die Modulwahl stellen Hürden dar. Wenn diese überwunden sind, tritt ein anderes Problem zutage: die Wohnungssuche. Denn alle Jahre wieder erreicht der Jenaer Wohnungsengpass im Oktober seinen Höhepunkt. Deshalb sollte man sich schon früh genug entscheiden, ob man das Studium im Wintersemester beginnt. Eine schnelle Entscheidung bedeutet gleichzeitig, dass man die Wohnungssuche schnellstmöglichst starten kann.

„Doch grundsätzlich gibt es in Jena genügend Wohnraum“, kritisiert Frau Dr. Elke Voss vom Studentenwerk Thüringen die mediale Aufputschung. „Das Hauptproblem besteht darin, dass sich die Wünsche und Vorstellung der Studenten stark gewandelt haben. Man möchte am liebsten eine Einraumwohnung, die direkt neben der Uni liegt und außerdem preisgünstig ist.“

Aber Jena ist mit durchschnittlich etwa 5,31 Euro pro Quadratmeter eine der teuersten Städte Thüringens. „Dennoch ist es möglich auch hier preiswert zu wohnen“, stellt Voss fest. „Wenn man kompromissbereit ist, findet man beispielsweise ein günstiges WG-Zimmer in Lobeda oder weicht schlimmstenfalls auf eine Wohnung im Umland aus. Dies ist aber auch kein Problem, da man mit dem Thüringen-Ticket jederzeit kostenlos fahren kann, was viele wiederum ablehnen.“ Und da der Jenaer Wohnungsmarkt extrem in Bewegung ist, könne man nach wenigen Wochen Übergang vielleicht schon seine Traumwohnung finden.


Eine preiswerte Unterkunft ist im Studentenparadies Jena Mangelware. Das Ausweichen auf umliegende Orte kann nicht wirklich eine Alternative sein.

Ein weiterer Faktor, der für eine Übergangslösung mit Aussicht auf Jenaer Wohnplatz spricht, stellen viele Erststudenten selbst dar. Die Bewerbungen an verschiedenen Universitäten und zusätzlicher Wohnplatzanfrage erschweren dem Studentenwerk die Zimmervergabe im Studentenwohnheim. „Viele Studierende geben uns eine Zusage und kommen dann doch nicht“, so die Mitarbeiterin des Studentenwerks. „Die Wohnheimmitarbeiter haben alle Hände voll zu tun mit Anfragen und Stornierungen. Zusätzliche Auszüge ergeben auch im Semester schon wieder freie Plätze, so dass eine Ausweichmöglichkeit nicht von Dauer sein muss.“
Man müsse bei der Bewerbung aber bedenken, dass das Studentenwerk weder verpflichtet noch in der Lage ist, alle Studierenden mit Wohnheimplätzen zu versorgen. Insgesamt können etwa 15- 20% der Studenten, also jeder Fünfte, mit einem Wohnheimzimmer versorgt werden.

„Deshalb versuchen wir zusätzlich privaten Wohnraum zu vermitteln“, erklärt Voss weiter. „Und es wird jeder etwas finden. Auch wenn man sich erst mal mit dem Gedanken vertraut machen muss, sich in den umliegenden Orten umzusehen.“ Dennoch bittet Voss die Bürger Jenas um Mithilfe: „Wer ein freies Zimmer für einen Studenten zu Verfügung stellen kann, wendet sich bitte an die infotake (Campus, Ernst-Abbe-Platz) oder macht mithilfe von Anzeigen oder eines kostenlosen Anrufs bei uns auf sich aufmerksam.“

Letztendlich bleibt es dem Studierenden selbst überlassen, welchen Weg der Wohnungssuche er wählt. Doch die Trödler seien laut Voss gewarnt: „Wer zu spät kommt, hat Pech gehabt.“

Text: Jennifer Burchardt
Fotos: Jens Mende


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