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RCDS fordert mehr studentischen Wohnraum in Jena

Seit Jahren ist die Situation auf dem Jenaer Wohnungsmarkt angespannt. Die Suche nach angemessenen und bezahlbaren Wohnraum gleicht dem Versuch, eine Nadel im Heuhaufen ausfindig zu machen. Zum kommenden Wintersemester werden circa 4.000 Studienanfänger ihr Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena aufnehmen.

„Wo soll ich nur wohnen?“ ist die Frage, die den meisten durch den Kopf geistert und die Vorfreude auf das Studium als neuen Lebensabschnitt trübt. Studentenparadies Jena? Von wegen! Oder: Es war einmal! Der Vorsitzende des RCDS Jena Sebastian C. Dewaldt befürchtet, dass Studienanfänger in Zukunft Jena fern bleiben, wenn Land, Stadt und Universität nicht alsbald reagieren.

Die Idee, Studenten auf Wohnungsmöglichkeiten in Nachbarstädten wie Kahla, Weimar oder Camburg hinzuweisen, sei absurd. Neben der Exzellenz in Forschung und Lehre seien Studenten kurze Wege wichtig. Die Nähe zum Stadtzentrum, wo sich die universitären Einrichtungen befinden, wo das Leben pulsiert, abendliche Vorträge und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden, sei den Studenten wichtig, so Dewaldt, der zugleich forderte, am Eichplatz und Inselplatz zentrumsnahen Wohnraum zu schaffen.


Campus der Freidrich-Schiller-Universität Jena. Zum Wintersemester erwartet die FSU 4.000 Studienanfänger - doch die Wohnraumsuche könnte sich für viele Studenten schwieriger gestalten als so manche Klausur.

Eine Wohnbebauung auf dem Eichplatz entspräche auch der ursprünglichen Bebauung, die aus teils Jahrhunderte alten Häusern bestand und der DDR Tyrannei zum Opfer fiel. Tiefgaragen unter Eich- und Inselplatz könnten zudem die Parksituation verbessern. Auch an Stelle der Studentenwerks-"Baracken" in Zwätzen könnte, nach deren Abriss, eine neue studentische Wohnheimanlage entstehen. Die Realisierung der Wohnheimneubaupläne am Friesweg wäre nach Dewaldt hingegen eine städtebauliche Sünde. Hier sollten, auch mit Blick auf die umliegende Bebauung und die schlechte PKW-Stellplatzsituation, lieber Einfamilienhäuser errichtet werden.

Sollten die Mittel des Studentenwerks für den Bau neuer und die Renovierung bestehender Wohnheimanlagen nicht ausreichen, müssten nach Dewaldt private Investoren angelockt werden. Auch die Privatvermietung von Studentenzimmern, wie sie einstmals üblich war, sollte nach Dewaldt eine Renaissance erleben. Insgesamt muss, so Dewaldt, schleunigst gehandelt werden, damit es bald wieder unter den Studierenden in Jena, Thüringen, Deutschland und der Welt heißt:
Und in Jene lebt sich's bene und in Jena lebt sich's gut. Bin ja selber drin gewesen, wie da steht gedruckt zu lesen, zehn Semester wohlgemut.
Und nicht: Denk ich an Jenas Wohnraum in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.

Text: RCDS Jena
Foto: Jens Mende
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