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Winter sorgt für Anstieg der Arbeitslosigkeit

Arbeitslosenquote steigt im Agenturbezirk Jena auf 8,6 Prozent, jedoch sind deutlich weniger Arbeitslose zu verzeichnen als vor einem Jahr.

Trotz des bislang relativ milden Winters stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen gegenüber dem Vormonat, blieb jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert. Aktuell sind 15.859 Personen arbeitslos, 1.912 (13,7 Prozent) mehr als im Dezember aber 1.684 (-9,6 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Rund 4.500 Personen meldeten sich im vergangenen Monat neu arbeitslos, während knapp 2.600 ihre Arbeitslosigkeit beendeten.

Dabei kamen rund 21 Prozent der Zugänge aus dem Baubereich. Tätigkeitsbedingt erfolgte der Anstieg der Arbeitslosenzahl überwiegend zu Lasten der Männer (+1.484 Personen oder 19,5 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Frauen erhöhte sich gegenüber Dezember um 428 (6,8 Prozent) auf 6.762.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg im Agenturbezirk Jena von 7,6 Prozent im Vormonat auf 8,6 Prozent (Vorjahr 9,5 Prozent) an. Der Thüringer Landesdurchschnitt lag bei 9,6 Prozent.

Seit 2006 zeichnete sich ein positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt ab. So hat sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich (mit Januar 2006) in etwa halbiert.
„In jedem Jahr ist der Januar mit einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit verbunden. Vor allem Freisetzungen aus dem Baugewerbe und anderen witterungsabhängigen Branchen lassen die Arbeitslosigkeit erfahrungsgemäß um diese Jahreszeit verstärkt anwachsen. Hinzu kommen Entlassungen und Beendigungen befristeter Arbeitsverhältnisse zum Jahresende“, so Alexander Kötschau, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Jena.

Von Unternehmen und Einrichtungen wurden der Agentur für Arbeit Jena im Berichtsmonat 651 Stellenofferten (ohne optierende Kommune) zur Besetzung unterbreitet, das sind 128 Stellen weniger als im Vormonat und 125 weniger als im Januar 2011.

Bei rund 34 Prozent der gemeldeten Stellen handelt es sich um Arbeitsplätze im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Arbeitsplatzangebote in größerem Umfang kamen außerdem aus den Bereichen Produktion/Fertigung, Verkehr und Logistik und dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Saisonale Kurzarbeit
Im Januar zeigten 67 Betriebe für 900 Personen saisonale Arbeitsausfälle an. Damit blieben die Anzeigen unter dem Vorjahreswert (99 Betriebe/1.342 Personen). Noch bis Ende März können Betriebe so die Schlechtwetterzeit überbrücken. Für wie viele Personen dann tatsächlich Saisonkurzarbeitergeld in Anspruch genommen wurde, zeigt sich nach Ende des Abrechnungszeitraumes.
„Betroffene Betriebe können noch bis Ende März Saisonkurzarbeitergeld nutzen. So können sie ihre spezialisierten Fachkräfte im Unternehmen halten“, rät Alexander Kötschau.

(jenanews.de)
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