Aufmerksam wurde ganz Musik-Deutschland auf Alin Coen spätestens durch ihren Auftritt in der ARD-Show „Inas Nacht“. Nun holten sie die Arena-Macher ins Volksbad. Es wurde ein sehr entspannter und unterhaltsamer Sonntagabend.


Fast zurückhaltend betritt Alin Coen die Bühne und blickt – so scheint es – beinahe scheu ins Publikum. Was dann folgt, ist sehr direkt, sehr emotional, was sie und ihre Band den 800 Zuschauern im ausverkauften Volksbad anbietet. Zuhören. Mitdenken. Mitfühlen. Das hat auf eine sehr moderne Weise Liedermacher-Qualitäten, die in Deutschland in dieser Form nur sehr rar gesät sind.

In ihren Liedern besingt sie Zweifel, die jeder kennt: „Hält Dein Herz die Nähe aus oder bin ich Dir zu nah?“. Berichtet sie teils sehr intim über die Dinge, die Alin Coen bewegen – und die irgendwie jeden bewegen: „Dabei frag' ich mich, lieb ich Dich auch oder mag ich Dich?“ - „Ich empfinde leider nicht wie Du, will mich öffnen, dabei mach' ich zu.“

Irgendwie passt es zu Alin Coen, dass sie zur Produktion ihres 2010 erschienen Debütalbums „Wer bist Du?“ ihr eigenes Label („Pflanz einen Baum“) gründete. Die ausgetretenen Pfade scheinen nicht die ihren zu sein.
Sie könnte in jeder angesagten Stadt Deutschlands leben, doch ihr Weg führt sie nach Weimar, dort trifft sie im Jahr 2007 ihre musikalischen Mitstreiter; gemeinsam sind sie fortan die Alin Coen Band. Doch bis dahin war es ein gutes Stück Weg, das sie zurücklegen musste: Als Jugendliche ist sie viel unterwegs. Bereist Indien, Osttimor, geht nach Kanada und lebt für ein Jahr in Australien. Mit 19 kommt Alin Coen für ein halbes nach Schweden, bringt sich dort selbst das Gitarrespielen bei und schreibt ihre ersten zwei Songs. Nach acht Wochen steht sie im Rahmen einer offenen Bühne vor Publikum und ahnt, wohin die Reise gehen könnte...



Doch sie entschließt sich zunächst für ein Studium der Umwelttechnik, arbeitet aber nicht in diesem Beruf, denn was soll sie im Leben jemals besser können als eben diese Musik zu schreiben und eben diese Texte zu dichten und sie dann mit unvergleichlicher Stimme ins Publikum zu hauchen, zu leiden, zu leben?



Gesang & Gitarre: Alin Coen
Gitarre: Jan Frisch
Bass: Philipp Martin
Schlagzeug: Fabian Stevens

Text und Fotos: Jens Mende
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