Zum Abschluss der KulturArena 2009 sprach jenanews.de mit Nancy Droese, der Arena-Pressereferentin über sechs aufregende und anstrengende Wochen.

 


jenanews.de: Sechs Wochen KulturArena sind zu Ende – schwingt da nicht ein bisschen Wehmut mit?
Nancy Droese:
Ja, schon sehr. Man mag nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist! Diese sechs Wochen brachten sehr viele Erlebnisse und Eindrücke, da kommt dann schon eine gewisse Wehmut auf, wenn man realisiert, dass die KulturArena 2009 nun der Vergangenheit angehört.
Andererseits ist das Arbeitspensum in diesen Wochen sehr hoch und dann merkt man, dass man Zeit zum Luft holen braucht und ist auch froh, sich mit anderen Dingen befassen zu können um zu regenerieren.

jenanews.de: Wie fällt Dein persönliches Fazit dieser KulturArena-Saison aus?
Nancy Droese:
Wir sind mit einer Spur Ungewissheit in diese Saison gestartet. Zu Beginn konnten wir überhaupt nicht einschätzen, wie diese Arena-Saison verlaufen wird, da Heike Faude, die langjährige Projektmanagerin, aufgrund der Geburt ihres Kindes nicht mit an Bord war, aber das haben wir im Team gemeinsam mit Constanze Eiselt, der diesjährigen Projektleiterin, gut kompensiert. Man muss ein eingespieltes Team sein, wenn man sechs Wochen lang am Limit arbeitet. Man muss sich blind aufeinander verlassen können und mein Fazit ist: Auch in diesem Jahr haben wir als Team super zusammengearbeitet.

jenanews.de: Das spürt man, wenn man im Rahmen der Berichterstattung aus der Arena mit Euch zusammenarbeitet. Es ist also nicht nur das freundlich aufgesetzte Lächeln als Fassade nach außen?
Nancy Droese:
Auf gar keinen Fall! Das würde nicht funktionieren, schon gar nicht über den gesamten Zeitraum der KulturArena.

jenanews.de: Was hat Dir am besten gefallen?
Nancy Droese:
Da gab es mehrere Veranstaltungen: The Cat Empire, die zu meinen Lieblingsbands zählen; Emiliana Torrini, deren CDs bei uns im Büro rauf und runter liefen noch bevor sie in Deutschland groß jemand kannte; das Konzert von Sophie Hunger oder den Auftritt von Socalled fand ich super schön und das Abschlusskonzert mit Russkaja ist ein perfekter Ausklang der diesjährigen KulturArena.

jenanews.de: Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag während der KulturArena aus?
Nancy Droese:
Gegen Mittag beginne ich, die Post zu bearbeiten, Anfragen von Journalisten zu beantworten und dann folgt die Presseschau, um zu sehen, wie die Veranstaltungen der KulturArena von den Medien reflektiert werden. Dazu kommen viele Dinge, die so nebenher laufen: Besucherstatistiken, Versand von Pressekarten, Vorbereitung auf die Künstler der nächsten Tage.
Manchmal müssen Bands vom Flughafen abgeholt werden, dann beziehe ich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn meinen Platz am Pressestand der KulturArena, um die Journalisten zu begrüßen und mit aktuellen Informationen zu versorgen. Zu Konzertbeginn stehe ich an der Bühne und fotografiere, um auch abwesende Medienvertreter bei Bedarf mit Bildmaterial der jeweiligen Veranstaltung versorgen zu können. Gegen Ende des Konzertes schreibe ich eine kurze Rezension, die allen interessierten Journalisten die Grundfakten des Abends liefert und gegen Mitternacht bin ich dann wieder zu Hause.

 

 

jenanews.de: Gab es in diesem Jahr ein besonderes Vorkommnis, ein lustiges Ereignis, das Du preisgeben möchtest?
Nancy Droese:
Ach, es passiert so viel, wo man sich nur noch scheckig lachen könnte... Oft sind es Sprüche von Kollegen – manchmal ist das wahre Situationskomik! Aber Patzer oder dergleichen... hm, und wenn, würde es nicht hier her gehören.

jenanews.de: Wie viele Menschen arbeiten am Projekt KulturArena?
Nancy Droese: Das Kernteam besteht aus fünf, sechs Leuten. Die leisten die komplette Vorarbeit, also Planung, Verhandlungen mit den Agenturen und buchen der Künstler, das Sponsoring etc. Im Sommer wird die Mannschaft größer, mit allen Helfern sind wir dann 50 bis 60 Mitarbeiter, die die KulturArena auf den Theatervorplatz bringen.

jenanews.de: Wir hatten vor drei Jahren an gleicher Stelle ein Interview geführt - in Bezug darauf: Was ist aus Deinem Australien-Traum geworden?
Nancy Droese:
Den Traum gibt es noch. Vielleicht nicht unbedingt für ein Jahr nach Australien zu gehen, sondern vielmehr die Welt mit meiner kleinen Familie bereisen... mal sehen.

jenanews.de: Zunächst stehen aber persönliche Veränderungen an – Du wirst der nächsten KulturArena nicht als Pressereferentin zur Verfügung stehen...
Nancy Droese:
...stimmt! (lächelt) Ich werde im Dezember Mama und ich kann mir dann aber auch nichts schöneres vorstellen, als mich um das kleine Würmchen zu kümmern. Für das nächste Jahr bin ich definitiv verplant und ich freue mich sehr auf diese Zeit.
Was danach kommt, weiß ich im Augenblick noch nicht sicher...

jenanews.de: Man kann aber schon davon ausgehen, Dich 2011 als Pressereferentin hier wieder zu sehen?
Nancy Droese:
Ich denke schon, ja..

jenanews.de: Hast Du einen Lieblingsplatz in Jena?
Nancy Droese:
Auf meiner Terrasse! Ich bin aber auch gern an der Saale, in den Bergen, vor allem am Jenzig... es gibt viele Plätze in Jena, die ich mag.

jenanews.de: Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?
Nancy Droese:
Ich plane nicht in so großen Zeiträumen. Ich möchte auch in zehn Jahren noch glücklich sein, alles andere ergibt sich.

jenanews.de: Was ist Dein größter Wunsch?
Nancy Droese:
Ein großer Wunsch von mir ist es, irgendwann die Welt zu bereisen. In mir ist eine gewisse Fernsucht, die wird nicht kleiner (lacht).

Das Gespräch führte Jens Mende.
Foto: Jens Mende


Share on Myspace
4
Es passiert so viel, wo man sich nur noch scheckig lachen könnte - In den VZ Netzwerken zeigen
3
Es passiert so viel, wo man sich nur noch scheckig lachen könnte - Ihren XING-Kontakten zeigen
2
Es passiert so viel, wo man sich nur noch scheckig lachen könnte - Bei Wer kennt wen teilen
2
Es passiert so viel, wo man sich nur noch scheckig lachen könnte - Auf Delicious teilen
5
Es passiert so viel, wo man sich nur noch scheckig lachen könnte - auf Jappy teilen
2
PDF
E-Mail


Teilen