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Der Schmerz der ganzen Welt

Es tut weh. So weh. Bettye LaVette singt mit Tränen in den Augen „It’s over, it’s all over“, all den Schmerz der Welt ausdrückend. Sie singt es nicht nur – sie fühlt es. Der Soul ist eins mit ihrem Körper und geht über auf das Publikum, dass mitleidet. Man sagt, Musik berührt den Zuhörer im Herzen und in der Seele. Soulmusik (Soul, englisch: Seele) erreicht genau das.

Mit Bettye LaVette stand am Donnerstagabend eine der stimmbegabtesten und größten Soulsängerinnen der amerikanischen Musikgeschichte vor 1.100 Zuschauern auf der Bühne der Jenaer KulturArena. Sie erinnert ein wenig an Tina Turner in den 1970er Jahren. Es ist die gleiche Art zu tanzen, die gleiche Art zu singen. Und so unglaublich intensiv.

Sie bezieht das Publikum ein. Erzählt in ihren Ansagen Geschichten und jede davon glaubt man ihr. Sie ist authentisch, ehrlich und machte aus ihrem Gastspiel einen Abend voller Gefühle. Betty LaVette singt von Liebe und Leid; singt von Hoffnung auf eine handvoll Glück; singt von gebrochenen Herzen und jeder von uns kennt diesen Schmerz, diese Verzweiflung, diese Ohnmacht. Es ist das Nachvollziehbare, das, was jeder Zuschauer schon einmal erlebt hat, was diese Stimme so glaubwürdig macht und ganz tief ins Herz, in die Seele trifft. Bettye LaVette rührte an diesem Abend so manchen Zuschauer zu Tränen.

Am liebsten hätte ich mitgeweint. Aber große Jungs weinen nicht.

Text: Jens Mende
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