Tabellennachbar FC Bayern am Samstag zu Gast in Jena
Am Samstag trifft der FF USV Jena auf den FC Bayern München. jenanews.de überträgt ab 10:30 Uhr live (Anstoß 11:00 Uhr, Platz 3).Es war der 2. Spieltag der Vorsaison, gespielt waren 37. Minuten. Jena war auf Augenhöhe. Adjoa Bayor wird im eigenen Strafraum gefoult. Dabei reißt ihr Kreuzband. Zur Verwunderung aller gab die Schiedsrichterin Elfmeter für die Münchnerinnen. Das Spiel ging trotz aufopferungsvollem Kampf verloren und diese Szene blieb vielen Fans noch lange in Erinnerung. Es war einer der bittersten Momente der vergangenen Spielzeit.
Nun kommt es am Wochenende erneut zu dem Duell zwischen dem FF USV Jena und dem FC Bayern München. Mit einem Sieg könnten die Fußballfrauen des FF USV Jena ihre Serie weiter ausbauen. Schließlich ist die Mannschaft von Trainer Thorsten Zaunmüller seit 3 Spielen in der Bundesliga ungeschlagen. 11 Uhr ist Anstoß auf Platz 3 im Ernst Abbe Sportfeld.
Thomas Wörle, Trainer des FC Bayern München zu aktuellen Situation:
Herr Wörle, sie sind mit 2 Siegen und 2 Niederlagen in diese Saison gestartet, aktuell nur auf dem 7. Tabellenplatz. Haben sie ihre Ansprüche an diese Saison schon gedrosselt?
Thomas Wörle: „Der Anspruch, ganz oben mitzuspielen ist für dieses Jahr sicherlich zu groß. Wir hatten vor der Saison viele Abgänge zu verzeichnen. Mit Behringer (zum 1. FFC Frankfurt), Rech (zum SC 07 Bad Neuenahr) und Islacker (FCR Duisburg) sind 3 Leistungsträger von uns gegangen. Wir haben zwar mit Wimbersky und Lotzen zwei neue in der Mannschaft, aber wir sind uns dessen bewusst, dass die Mannschaft sich in einem Umbruchjahr befindet.“
Wie schaffen sie es, die Unkonzentriertheiten ihrer Mannschaft, die die Niederlage gegen den FCR Duisburg einleiteten abzustellen?
Thomas Wörle: „Es waren ja nur wenige Fehler, die können aber entscheidend sein. Wir haben das per Video analysiert, aber wir haben viele junge Spielerinnen die ihre Erfahrungen machen und daraus lernen müssen. Dieser Prozess ist nicht zu beschleunigen.“
Was erwarten sie von ihrer jungen Mannschaft im Spiel gegen Jena?
Thomas Wörle: „Ich habe gehört, dass Jena ein heißes Pflaster sein soll, die Mannschaft steht defensiv sehr diszipliniert und ist körperlich fit. Man kann gegen Jena Punkte holen, man kann aber auch verlieren. Es wird ein hartes Stück Arbeit.“
Julia Arnold, Spielerin des FF USV Jena zum kommenden Gegner:
Julia, wenn du an die Spiele gegen den FCB vom letzten Jahr denkst, mit dem umstrittenen Elfmeter und der Verletzung von Adjoa, sowie die unglückliche Niederlage in München, wie stark ist dann deine Motivation für das Spiel am Wochenende?
Julia Arnold: „Gegen die Münchnerinnen sind es immer heiße Spiele gewesen und die Verletzung von Adjoa ist schon schlimm gewesen und nun haben wir Einiges wieder gut zu machen und alle sind bis in die Haarspitzen motiviert. Und es ist ja auch immer was drin gewesen gegen diese Mannschaft. Diesmal werden wir die drei Punkte zu Hause behalten!“
Wie ist die Stimmung im Team?
Julia Arnold: „Die englische Woche hat viel Kraft gekostet, das haben wir diese Woche etwas gespürt. Einige Mädels hatten mit leichten Blessuren zu kämpfen. Aber im Training spürt man das kribbeln, alle sind heiß auf das Spiel und wir werden am Samstag körperlich und mental topfit in das Spiel gehen.“
Ihr habt immer gut ausgesehen gegen die Mannschaft aus Bayern, dieses Jahr befindet sich die Mannschaft im Umbruch und hat Leistungsträger abgegeben. Wie wollt ihr sie besiegen?
Julia Arnold: „Wichtig wird eine sichere Defensive sein, wir dürfen kein Gegentor zulassen. Daraus können wir dann das Spiel entwickeln. Wir haben ja gefährliche Stürmerinnen. Und wenn wir dieses Jahr das Quentchen Glück auf unserer Seite haben und nicht, wie letztes Jahr einen blöden Elfer gegen uns bekommen, werden wir auch die Punkte in Jena behalten!“
Auslosung für das Achtelfinale im DFB-Pokal
Die Auslosung der Partien im DFB-Pokal Achtelfinale findet im Rahmen der Spitzenpartie des 5.Spieltages zwischen dem FCR Duisburg und dem 1.FFC Frankfurt am Sonntag, d. 11.09.2010 statt. Losfee wird Maren Meinert sein.
Text: René Schober









