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FCC: Trotz Punktgewinn sieglose Serie fortgesetzt

Der FC Carl Zeiss Jena hat mit seinem neuen Trainer Marc Fascher gegen den Wuppertaler SV einen Punkt geholt. Das 0:0 ist aber nur bedingt ein Erfolg.


Die Talfahrt hält weiter an. Seit nunmehr sechs Spielen gelang es den Spielern des FC Carl Zeiss Jena nicht, ein Tor zu erzielen - die Ursachen dafür sind bekannt. So wartet das Team im Jahr 2009 weiterhin auf den ersten Punktspielsieg. Da die anderen Mannschaften aus dem Tabellenkeller punkten konnten, steht der FCC nun auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Und doch gibt es erfreuliches zu melden: Gegen den Wuppertaler SV, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, hielten die Zeiss-Kicker am Samstag das eigene Gehäuse sauber. Punkt. Aber ob das reichen wird, die Klasse zu halten?

Neu-Kapitän Carsten Nulle fasste nach dem Spiel die Ansprüche der Blau-Gelb-Weißen in die Worte „Ich bin enttäuscht, dass es wieder nicht gereicht hat für den Sieg, aber es ist schon mal schön, hier zu stehen und sagen zu können, wir haben nicht verloren.“ Neue Bescheidenheit oder klarer Blick auf die Realität?

Einigkeit besteht wohl darin, dass dieses Unentschieden zu wenig war. Spielerisch muss Jena zulegen, sonst liegt das Aufbauwerk der Jahre 2004 bis 2006 in Scherben. In den letzten zehn Saisonspielen wird es nicht ausreichen, hinten gut zu stehen und kein Gegentor zuzulassen. Dies ist eben nur die halbe Miete in einem Spiel, bei dem es im Kern  darauf ankommt, mehr Tore zu erzielen als der Gegner. Und Wunderdinge werden  auch vom neuen Coach Marc Fascher nicht zu erwarten sein. Das Team ist noch das gleiche und wirklich Zeit zum entwickeln von neuen Konzepten bleiben dem Hamburger nicht. Es werden von Woche zu Woche weniger Punkte, die zu vergeben sind.

Das torlose Remis gegen Wuppertal kann als Teilerfolg gewertet werden, aber im Grunde war dieser eine Punkt zu wenig. Zwar brauchte Jena rund 20 Minuten, um ins Spiel zu finden, ging dann aber engagiert zu Werke. Und teilweise sah das schon spektakulär aus, was Amirante (Seitfallzieher) und Hähnge (Rückzieher) vor dem Wuppertaler Gehäuse veranstalteten, aber genau diese Szenen verdeutlichten das Problem des FCC. Wer die Seuche am Fuß hat, wird nicht im Stil der Brasilianer zum Torerfolg kommen.

Es sind die einfachen Bälle, die Jena nicht spielen und verwerten kann. So schön das optisch anzusehen war, aber mit diesen Aktionen kommt ein Team mit einer 4:0-Führung im Rücken zum Erfolg. Ein Abstiegskandidat leider nicht.  

 

 

Text: Jens Mende
Foto:  Angelika Koch

 

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