5. Jenaer Benefiz-Konzert im F-Haus
In guter Tradition vereint spielten am Mittwochabend Cliff, Rosa, Biba & die Butzemänner sowie Swagger im Rahmen des 5. Jenaer Benefiz-Konzertes im F-Haus für einen guten Zweck.
Reichlich vier Stunden lang rockten die Musiker. Handwerklich souverän und sich selbst doch nicht zu ernst nehmend, versetzten die Bands das Publikum in eine ausgelassene Stimmung und so feierten und tanzten ca. 500 Gäste des Benefiz-Konzertes und erlebten Unterhaltung der angenehmsten Art.
Einendes Anliegen des Abends: Alle Einnahmen des Konzertes gehen an Jenaer Vereine, die dringend finanzielle Unterstützung brauchen. So an „Ein Dach für alle e.V. Jena“ (Obdach- und Wohnungslosenhilfe), „Hauen ist doof e.V. Jena“ (Gewaltpräventation bei Kindern und Jugendlichen) und dem Verband der Blinden und Sehbehinderten Jena.
jenanews.de sprach mit den teilnehmenden Bands: Warum spielt Ihr heute Abend hier?
Stefan (Cliff): Wie Claus schon sagte, am Anfang ging es darum, den Opfern des Seebebens in Indonesien und Thailand zu helfen. Daraus erwuchs dann die Idee, als Jenaer Bands für Jenaer Einrichtungen zu spielen und Geld zu sammeln. Klare Sache, dass wir uns an dieser Veranstaltung beteiligen.
Mario (Biba & die Butzemänner): Wir spielen für Jenaer Vereine, die Hilfe brauchen. Es ist zugleich ein Dankeschön an das Publikum in Jena, das uns immer wieder schöne Gigs beschert und wir können auf diese Weise etwas zurück geben.
Andreas Thews (Swagger): Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, zu helfen, wenn man helfen kann. Deshalb sind wir heute Abend mit dabei.
Ihr bereitet den Leuten einen angenehmen Abend. Doch was so leicht aussieht, ist im Kern harte Arbeit. Wie oft probt Ihr und wie lange braucht Ihr, bis Eure Programme stehen?
Stefan (Cliff): Wir treffen uns nur einmal die Woche im Probenraum, dann geht es aber bis spät in die Nacht, denn Du kannst nicht ewig das gleiche spielen, dann langweilst Du irgendwann das Publikum. Das Programm variiert also, denn wir wollen immer wieder neue Stücke ins Repertoire nehmen. Die Zusammenstellung des Programms hängt übrigens auch immer von der Art der Veranstaltung und der Zusammensetzung des Publikums ab. Wir lange wir für ein Programm brauchen, kann man so zeitmäßig nicht beziffern.
Andreas Thews (Swagger): Es kommt eigentlich gar nicht so sehr darauf an, wie lange man für ein Programm braucht. Wichtig ist doch, dass die Besucher bei unseren Konzerten eine gute Zeit haben. Klar muss man viel proben, aber wir machen Musik aus Leidenschaft, wir wollen doch auf der Bühne stehen und mit den Leuten Party machen. Proben gehört nun mal dazu.
Mario (Biba & die Butzemänner): Es ist immer schwer, Leute zu begeistern und zu unterhalten, denn jedes Publikum hat eine bestimmte Erwartungshaltung. Also musst Du Dich als Band gut vorbereiten, musst immer wieder proben und neue Stücke einstudieren, aber am konkreten Beispiel des heutigen Abends: Die Leute wollen Spaß haben, wir übrigens auch (lacht) und dann machst Du einfach Musik und genießt es, wenn Du die Leute tanzen und feiern siehst und weißt, dass sich die Zeit im Probenraum gelohnt hat.
Es ist aber gewiss einfacher, nicht als erste Band rauszugehen, oder?
Mario (Biba & die Butzemänner): Ja klar, mit Sicherheit. Cliff hat die Leute richtig heiß gemacht, danach kam Rosa und dann kannst Du eigentlich nichts mehr falsch machen.
Stefan (Cliff): Heute waren wir die ersten und mussten das Eis brechen, aber das ging ja relativ schnell. Das Jenaer Publikum ist schon richtig toll. Siehst ja die Stimmung hier, also so schwer war das heute Abend nicht.
Andreas Thews (Swagger): Wir bildeten heute den Abschluss und als wir auf die Bühne kamen, herrschte schon eine richtig gute Stimmung im Saal. Als erste Band ist es da schon schwerer, klar.
Die Bandmitglieder der Butzemänner kommen aus verschieden Städten. Wo trefft Ihr Euch zu den gemeinsamen Proben?
Mario: Ich komme aus Weimar, der Keyboarder aus Erfurt und unser Schlagzeuger wohnt in Chemnitz. Unser Probenraum befindet sich in Gera. Dort treffen wir uns morgens um zehn und arbeiten an neuen Ideen. Manchmal ziehen wir uns aber auch komplett zurück, so zum Beispiel nächste Woche. Da fahren wir als Band in den Thüringer Wald und wollen am neuen Programm arbeiten, mal den Kopf auslüften und Ideen sammeln.
Bandurlaub?
Mario: Nein, kein Urlaub. Das wird eine richtig harte Probenwoche.
Woher kommen die Ideen für Eure Programmeinlagen?
Mario (Biba & die Butzemänner): Bei Biba sucht den Superstar gehen wir einfach auf die aktuell laufende Castingshow ein, das kommt aus dem Medienalltag und wir greifen das auf und machen halt einfach unseren Spaß daraus. Das kommt beim Publikum immer wieder gut an. Bei anderen Sachen ist es so, dass da schon manchmal einfach aus einer Laune heraus eine Idee entsteht und dann versuchen wir das auf der Bühne umzusetzen.
Claus Henneberger (Rosa): Das ist im Lauf der Zeit gewachsen. Jeder in der Band hat so seine Ideen wo er sagt, das könnten wir mal probieren und so kann jeder auch seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen.Stefan (Cliff): Irgendwas passiert immer, was man aufgreifen kann. Da muss man flexibel sein und immer wieder spontan auf das Publikum reagieren.
Gibt es unter den Bands Konkurrenzgedanken?
Claus Henneberger (Rosa): Nein, das kann man so nicht sagen. Wir sind untereinander befreundet und ich denke, das spürt das Publikum auch. Natürlich gibt es unter Musikern auch immer Wettstreit, aber das bleibt immer im Rahmen und ich würde das als gesunden Wettbewerb bezeichnen.
Mario (Biba & die Butzemänner): Ich würde das auch nicht als Konkurrenz bezeichnen. Wettbewerb trifft es schon eher.
Stefan (Cliff): Die Leute wollen Spaß haben, wollen unterhalten werden. Dafür proben wir alle und wissen, was jede einzelne Band Abend für Abend leistet. Da ist kein Platz für Konkurrenzgedanken, denn dann könnte man Konzerte wie das heutige nicht gemeinsam realisieren.
Was sind Eure nächsten Pläne?
Claus Henneberger (Rosa): Im Februar spielen wir wieder anlässlich des LNT-Faschings in Jena, danach kommen diverse Stadtfeste und im Sommer geht’s auf Tournee nach Frankreich und Dänemark. Die konkreten Daten gibt's auf unserer Internetseite.
Andreas Thews (Swagger): Am Freitag geht es nach Neuendorf zu „Neuendorf rockt“. Dann weiter quer durch Thüringen, Valentinstags-Party, Fasching. Die weiteren Tourdaten sind auf unserer Homepage veröffentlicht.
Stefan (Cliff): Bei uns steht jetzt erst mal der Bandurlaub an und den brauchen wir auch dringend (lacht). Anschließend geht’s am Rosenmontag weiter mit dem LNT-Fasching, da haben wir einige Sachen geplant, mit denen wir die Leute überraschen wollen und ich hoffe, das funktioniert dann auch so, wie wir uns das vorstellen. Dann ist es nicht mehr weit bis zum Frühlingsfest und da werden wir auch wieder mit dabei sein. Ansonsten verweise ich mal wie die anderen Kollegen auf unsere Homepage.
Mario (Biba & die Butzemänner): Wir werden ab Mai mit dem neuen Programm unterwegs sein und es geht quer durch Deutschland. Rostock, Hannover... einfach mal auf unsere Homepage schauen, da steht der Tourplan.
Text und Interviews: Jens Mende
Fotos: Markus Kämmerer, happyarts.de

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