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Heute Abend in der KulturArena: Katzenjammer

Versprochen ist versprochen; Im letzten Sommer sorgten Katzenjammer schon für einen ordentlichen Bühnensturm in Jenas Innenstadt, nun sind sie zurück und Jena erinnert sich an den furiosen Auftritt der vier Mädels aus Norwegen - das Konzert in der KulturArena ist ausverkauft.

Die Zeit von einem Jahr haben die vier Osloer Damen Turid Jørgensen, Solveig Heilo, Marianne Sveen und Anne Marit Bergheim weidlich ausgenutzt und ihr Image als Albtraum aller ordnungsliebenden Tontechniker und pedantischen Konzertveranstalter gründlichst aufpoliert. Denn seit ihrer Gründung im Jahre 2005 gelten sie als leibhaftiger Hurrikan, der innerhalb von wenigen Jahren erst Norwegen, dann Europa und schließlich auch den Rest der Welt erfasste. Die Jahre 2009/2010 verbrachten denn die Katzenjammer-Ladies auch auf Tour zwischen Australien und Österreich, vor allem aber weilten sie auch im Studio, um im Schweiße ihres Angesichts einen Nachfolger des 2008er Debütalbums „Le Pop“ herbeizuzaubern.

„Das Rock“ heißt er, und – Tontechniker aufgepasst – sie haben darauf ein weiteres Spielzeug entdeckt: deftigste Verzerrer und diverse Effektgeräte werden jetzt den geschätzten 32 Instrumenten, die die Damen bedienen, zugeschaltet. Nicht dass das nicht schon einige andere Bands auch getan hätten. Aber eine getunte Kontrabassbalalaika, ein Wahwah-Xylofon oder ein verzerrtes Kekskistenschlagzeug muss man schon suchen. Ganz zu schweigen von weiteren musikalischen Preziosen wie Abfalleimer, Akkordeon, Banjo, Becken, Cello, Domra, Drehorgel, Fanfare, Geige, Gitarre, Glockenspiel, Harmonium, Jukebox, Kazoo, Klavier, Mandoline, Mellotron, Melodica, Mundharmonika, Nagelklavier, Orgel, Schlagzeug, Tom Tom, Trompete, Tuba, Ukulele, Vibrafon und – zum Schluss – der guten alten alpenländischen Zither. Mit all diesen Musikalien hantieren Katzenjammer multiinstrumentalistisch wie die Jongleure des chinesischen Staatszirkus und erzeugen einen Sound, der die B-52s ganz blass werden ließe. Eigene Songs, Beigaben aus der Feder des Kompagnons Mats Rybø und Klassiker der jüngeren Popgeschichte werden so durch den Polka-Punk-Girlpower-Wolf gedreht, dass selbst Mr. Phil Collins sein „Land of Confusion“ nicht mehr wiedererkennen würde und stattdessen hemmungslos das Tanzbein schwünge.



Als euphorisch gen Horizont preschendes Kabarett-Jahrmarkts-Polka-Spaß-Kollektiv blasen Katzenjammer ihr eigenes Klischee zum leuchtenden Breitbandformat auf und lassen selbst fossile Leierkastenmelodien jung und frisch und berstend vor Leben wiederauferstehen. Ganz im Geiste ihrer Heroen Bregovic, Leningrad Cowboys, Nina Hagen und Tom & Jerry. Die verschwitzte Fangemeinde dankt und tanzt.

Text: JenaKultur
Foto: Mathias Fossum
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