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Jenaer Publikum erreichte nicht die 36 Grad

Vor einer Woche gastierte das deutsche Pop-Duo 2raumwohnung in der Jenaer KulturArena. Das anschließende Medienecho war geteilt: Feierten die einen den Auftritt mit großen Worten, fällten die anderen ein eher vernichtendes Urteil: Schülerband! Für jenanews.de fasst Jennifer Burchardt ihre Eindrücke des Abends zusammen.


Ein warmer Juliabend, ein kühles Bier. Ein großer Platz und ein unüberhörbarer Bass, der nicht nur die Füße beben lassen sollte. Perfekte Voraussetzungen scheinbar, um 2raumwohnung zu feiern. Doch Jenas eigentlich Feierwillige waren ausgeschlossen, standen doch rund 1.500 Fans des Popduos vor der KulturArena, als die Musiker die Bühne des ausverkauften Theatervorplatzes betraten.

Wer es geschafft hatte, eine der begehrten Eintrittskarten zu ergattern, hätte den Abend ausgelassen tanzend und mitsingend verbringen können - die alten und neuen Songs der Band wären es Wert gewesen. Doch was Sängerin Inga Humpe auch versuchte - sei es selbst trommelnd, Lasso schwingend oder auch durch Klatschen das Publikum animieren zu wollen - der Funke wollte nur auf wenige Besucher überspringen. Erst als sie einige „sexy Girls“ auf die Bühne holte, stieg in mir die Hoffnung, nicht die Einzige zu sein, die dieses Konzert einfach nur tanzbar fand.

Jedoch siegten wieder die träge Applaudierenden, die den Theatervorplatz sitzend bevölkerten. Vermutlich warteten diese auf „ihren“ Höhepunkt. Und der sollte kommen: Bei der ersten Zugabe spielte das Duo samt Band den langersehnten Song „36 Grad“, wegen dem die vorwiegend sitzende Gesellschaft wohl anwesend war. Der Geräuschpegel des Applauses stieg an und einige sangen sogar mit! Doch das war's dann auch. Gleich darauf verließen viele ihren angewärmten Sitz, denn nun hatte man gehört, was man hören wollte. Mit einer weiteren Zugabe beendete 2raumwohnung ihren Auftritt und verabschiedete sich nach eineinhalb Stunden von Jena.

Fazit: Man sollte sich nicht gleich eine Eintrittskarte für eine Band kaufen, aus deren Feder man nur einen Song kennt. Der Kauf einer CD wäre günstiger und das Betätigen der Repeat-Taste am CD-Player ist schnell erlernt.


Text: Jennifer Burchardt
Foto: Markus Kämmerer, happyarts.de


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