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Stefan Eisenbarth, Mail Boxes Etc.

In der Rubrik "Stadt & Leute" stellt Ihnen jenanews.de interessante Menschen vor, die das Leben in Jena mit ihrer Arbeit auf vielfältigste Weise bereichern und verschönern. Heute: Stefan Eisenbarth, 31, gelernter Hotelbetriebswirt und Weinliebhaber, sorgt mit seinem Geschäft in der Jenaer Neugasse dafür, dass Sie – wenn Sie wollten – einen Elefanten über Nacht nach Singapur verschicken könnten und – falls gewünscht – die entsprechenden Visitenkarten gleich dazu.

Manchmal geht das Leben seltsame Wege: Nach erfolgreicher Ausbildung und einem anspruchsvollen Job in einem der größten Berliner Hotels steht Stefan Eisenbarth vor der Frage, was er – gerade 30 Jahre alt geworden – mit der größeren Hälfte seines Lebens anzufangen gedenkt.

 

„Das Leben schien wie eine Autobahn“, kommentiert Eisenbarth jene Situation, die sich als Schlüsselpunkt erweisen sollte. „Ich kam problemlos voran, aber die Fahrt war monoton: Ohne Schwierigkeiten die Schule absolviert, anschließend folgte die Ausbildung zum Hotelfachmann. Danach ging ich für ein Jahr nach Italien und sammelte Berufserfahrung im Ausland.“ Zurück in Deutschland führte ihn sein Weg nach Würzburg in ein kleines Hotel mit Gastronomie. Doch Stefan wollte mehr und entschied sich für ein zweijähriges Studium an der Hotelfachschule in Fulda. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss ging er zurück in seine Heimat Berlin und fand in einem der größten Hotels der Hauptstadt Arbeit als stellvertretender Bankettleiter.

 

„Das war schon eine anspruchsvolle Aufgabe - nicht selten verbrachte ich 14 bis 16 Stunden im Hotel.“ Arbeit, Schlafen, Arbeit, Schlafen... Nach vier Jahren dann muss er raus aus diesem Hamsterrad. Eisenbarth nimmt sich eine Auszeit, geht nach Franken und arbeitet ein Jahr als Winzergehilfe auf einem Weingut.

 

„Wein hat mich schon immer interessiert. In Franken erlebte ich die schwere, körperliche Arbeit im Weinberg , war beteiligt an der Pflege der Weinstöcke bis hin zur Lese. Eine ungemein spannende und lehrreiche Zeit!“, so Eisenbarth, der in dieser Zeit in Franken auch an seinem Lebensplan arbeitete. „Für mich war klar, dass ich nicht nach Berlin ins Hotel zurückgehen werde. Zumal meine Frau gerade ihr Studium abgeschlossen hatte und in Weimar Arbeit fand.“

 

So zog der gebürtige Berliner mit seiner Frau nach Weimar – und wurde schnell heimisch. Neben der örtlichen stand im Sommer 2006 auch eine berufliche Neuorientierung an. „Ich hatte zwei Alternativen: Selbständig in der Gastronomie ein von mir entwickeltes Konzept umsetzen – mit der Perspektive, an den gleichen Punkt zu kommen wie damals im Hotel in Berlin – oder eine eigene MBE-Filiale in Jena zu eröffnen.“

 

Sein Bruder Mathias führte zu dieser Zeit bereits eine Filiale in Berlin und erzählte ihm vom Franchise-Konzept des Unternehmens Mail Boxes Etc. „Das Konzept war schlüssig und entsprach genau meinen Vorstellungen, mich als Dienstleister umfassend um meine Kunden zu kümmern“, so Stefan Eisenbarth rückblickend.

 

Es folgte ein mehrmonatiges Training in der Berliner MBE-Zentrale, parallel dazu der Umbau der Filiale in der Jenaer Neugasse und dann im Sommer 2007 der große Moment: „Da stehst Du als Jungunternehmer in Deinem eigenen Geschäft und kannst bei der Eröffnung vor Aufregung kaum das Sektglas gerade halten.“

Doch warum gerade Jena als Standort für die Selbständigkeit? „Hier gibt es viele kleine und mittelständische Unternehmen, viele davon sind im Technologiesektor ansässig und arbeiten als Zulieferer für Zeiss und Jenoptik. Da wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen“, ist sich Stefan Eisenbarth sicher. „Jena ist ein interessanter Wirtschaftsstandort, zu dem geht hier viel über die persönliche Ebene, noch dazu ist die Stadt überschaubar und es gibt kurze Wege. Die Menschen hier sind in der Regel positiv eingestellt und glauben an ihre Zukunftsperspektiven. Und Jena hat einfach Flair!“

Zurück zur Geschäftseröffnung. Stefan kommentiert das rückblickend mit einem Augenzwinkern: „Wir haben einfach die Tür aufgemacht und haben uns von dem überraschen lassen, was passiert – Neudeutsch nennt man das wohl ein Soft-Opening...“ Ganz so entspannt stellte sich die Sache dann wohl doch nicht dar, denn im Hinterkopf kreisten Fragen wie die nach dem Kundenzuspruch und dem Verhalten der Mitbewerber.

 

Der Kundenzuspruch war von Beginn an vorhanden, die Zielgruppe ist breit gefächert: „Vom E-Bay-Verkäufer, für den wir Verpackung und Versand abwickeln über Kopierservice, hochwertige Farbausdrucke und Druckerzeugnisse sowie Schreibwaren und Bürobedarf bis hin zu Bürodienstleistungen, die zu uns ausgelagert werden können. Es gibt wenig, was wir nicht machen“, sagt Stefan Eisenbarth lächelnd.

 

So bündelt die MBE-Filiale in der Neugasse vielfältige Kompetenzen, und doch gibt es einen Schwerpunkt, den Eisenbarth besonders hervorhebt: die komplette Versandabwicklung. „Wir arbeiten mit UPS zusammen, das garantiert dem Kunden Professionalität; der Kunde kann jederzeit nachvollziehen, wo sich seine Sendung im Augenblick befindet - Sicherheit und Transparenz ist im Versand unabdingbar. Wir holen die Sendungen bei Firmenkunden ab, und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um kleine Mengen oder einmalige Aufträge handelt.“

 

Und wobei entspannt Stefan Eisenbarth nach der Arbeit? „Soviel Freizeit gibt es im Augenblick nicht“, sagt er lächelnd, „vor sechs Monaten kam unsere Tochter – unser kleiner Sonnenschein - zur Welt und hält uns entsprechend auf Trab. Ansonsten bin ich ganz gern mal mit dem Motorrad unterwegs und möchte, wenn es die Zeit erlaubt und die Kleine etwas älter ist, mit dem Bike auf eine Tour quer durch Europa gehen.“

 

Seit mehr als einem Jahr ist die Jenaer MBE-Filiale nun geöffnet. Eisenbarths Resümee: „Der Kundenzuspruch war von Beginn an sehr gut. Es hatte sich schnell herum gesprochen, dass wir sehr individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Das setzt voraus, dem Kunden zuzuhören und zu hinterfragen, zu beraten und Alternativen aufzuzeigen. Wir geben keine leeren Versprechen: Wer uns ausprobiert, wird in aller Regel auch in einem Jahr noch unser Kunde sein. Wir bieten einen Service, bei dem der Kunde im Mittelpunkt steht. Und das kann der Kunde jederzeit nachprüfen und wird diese Worte bestätigen. Wir verstehen uns als Dienstleister im besten Wortsinn.“

 

Befragt nach seinen Wünschen, antwortet Stefan: „Dass wir gesund bleiben und die Kleine gut versorgt und in Frieden aufwachsen kann. Und dann würde ich gern für die Familie ein Haus bauen.“ Und wo sieht er sich beruflich in zehn Jahren? „Wie gehabt: Als Dienstleister im Versand- und Druckbereich in Jena. Und dass ich den jetzt erreichten Standard im Sinne der Kundenzufriedenheit auch dann noch ohne jeden Kompromiss halten an.“

 

Manchmal geht das Leben seltsame Wege; seiner führte Stefan Eisenbarth aus einem großen Hotel mitten im Zentrum Berlins nach Jena in die Neugasse. Sein Fazit: „Auf der Autobahn kommst Du zwar schnell voran, aber auf den Landstraßen siehst Du mehr von der Gegend, ist das Fahren abwechslungsreicher und interessanter. Ich mag das.“

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.mbe-de.de

Text: Jens Mende

Foto: Privat


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